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Tonträger-Review
 
Willy DeVille - Unplugged In Berlin

Willy DeVille - Unplugged In Berlin
Meyer/Rough Trade
Format: CD

Um es gleich vorwegzunehmen: Das ist keine der üblichen Leichenfleddereien, die für gewöhnlich nach dem Tod eines bekannten Künstlers einsetzen, sondern die schon lange überfällige Bereitstellung eines legendären Willy DeVille-Bootlegs in ordentlicher Qualität und in legaler Form. Das besagte Konzert fand 2002 in Berlin statt und ist bei den Fans zu recht begehrt, weil der Meister hier in akustischem Setting (mit Pianist Seth Farber und Bassist David Keyes, die er als "Two Dollar Whores" vorstellt, weil er den Namen "Trio" nicht mag) zeigt. Zudem wählte Willy für diese Show weniger die eigenen Nummern - und von denen nur solche (wie "Storybook Love") die ins Setting passten - sondern vorwiegend Cover aus der guten alten Zeit. Meist gibt es Bluesnummern wie "Trouble In Mind", Rock'n'Roll-Songs wie "Hound Dog" oder "Shake Rattle & Roll" oder Halbtraditionals wie "Spanish Harlem". DeVille zeigte sich smooth wie nie und erzählerisch in Bestform. Die Ansagen blieben in Gänze erhalten (was kein uneingeschränktes Vergnügen ist, da diese zuweilen schlecht zu verstehen sind) und insgesamt lebt die Show vom gepflegten New Orleans-Swing, der insbesondere auf die Piano-Rolls Farbers zurückgeht. Insgesamt rundet diese Scheibe das Oeuvre DeVilles ab, denn es zeigt eine ganz andere Seite des sanften Riesen als jene, die er auf seinen Veröffentlichungen - zuletzt dem gewiss nicht schlechte Abschiedswerk "Pistolero" ansonsten pflegte.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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