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Tonträger-Review
 
Lambchop - Mr. M

Lambchop - Mr. M
City Slang/Rough Trade
Format: CD

Auf der Tour zum letzten Lambchop-Album, "OH (Ohio)" erlebte das verblüffte Publikum quasi einen "neuen" Kurt Wagner. Einen, der nicht mehr ausschließlich auf seinem Schemel saß, sondern einer, der auf der Bühne herumfuhrwerkte wie ein junger Wilder. Bei der anschließenden Tour zu dem KORT-Projekt steigerte Wagner dieses Gebaren gar noch und wurde beobachtet, wie er auf der Bühne herumtanzte. Die Frage war also, wie viel von dem neuen Kurt nun auf das neue, elfte Lambchop-Album durchsickern würde - wobei die Antwort "Jein" lautet. Zunächst mal: Dies ist wieder ein klassisches, typisches Lambchop-Opus geworden - obwohl die Voraussetzungen dafür gar nicht gegeben schienen. Denn unter dem Eindruck des Todes seines Freundes und Vertrauten Vic Chesnutt zog sich Wagner zunächst in die Malerei zurück, bevor er über diese auch wieder zur Musik zurückfand (das Cover der neuen CD hat er dieses Mal selbst fabriziert). Ermutigt von Mark Nevers, der ein neues Konzept bei den Streicherarrangements ausprobieren wollte ("Psycho-Sinatra" nennt er dies) kam es schließlich zu dem neuen Projekt.

Für Fans mag das alles gar nicht so ungewöhnlich erscheinen: Kurt singt ein wenig höher und lauter als bisher, die besagten Streicher erfüllen den Raum auf beinahe surreale Weise und die jazzigen Grooves der Band sind noch ein wenig jazziger als gewohnt. Für Kurt Wagner war dieses Werk aber nach eigener Aussage der letzte Strohhalm, nach dem er griff, um mit sich, Vics Tod und der Welt im Allgemeinen ins Reine zu kommen. Und deswegen möchte er dieses Album auch als positiven Aufruf an das Gute im Menschen verstanden wissen.



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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