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The Stranglers - Giants

The Stranglers - Giants
earMUSIC/edel
Format: CD

Als die Stranglers Mitte der 70er die Szene betraten und dabei den Schwung der Punk-Explosion nutzten, war Jim Morrison gerade mal fünf Jahre tot - und so fand es niemand verwunderlich, dass die Jungs die Doors-Ästhetik auf den Punk stülpten. Es folgte dann eine wechselhafte Laufbahn, in der sich die Stranglers von düsteren Okkultisten zu einer Art salonfähiger Pop-Band mauserten. Irgendwann wurde es Hugh Cornwell dann zu bunt und er stieg aus. Interessant ist, dass die Stranglers nun, auf ihrem 17. Album, nach sechs Jahren Stille und ohne Cornwell wieder zu jenem Sound zurückfinden, mit dem sie dereinst die erste Phase ihrer Karriere abschlossen. Denn das neue Werk ist wieder ein recht fetter Brocken geworden, auf dem die Men In Black ganz schön zulangen.

Pop gibt es auch noch - aber eher in der Art, in der auch "No More Heroes" ein Pop-Song war. Ein neues "Golden Brown" sucht man hier vergeblich. Das kann aber auch nicht das Ziel des Albums gewesen sein. Stattdessen entdeckt Jean Jacques Burnel auf seine alten Tage ein Faible für Prog-Rock und episches Storytelling. Gleich mehrere der Tracks sind der Art von Mini-Suiten angelegt und es gibt sogar ein Instrumental als Opener, das sich allerdings als Blues gebiert. Dazu gibt es Swing, Tango und fimschige Synthesizer, wie man sie seit "La Folie"-Zeiten nicht mehr vernommen hat. Die Scheibe zeigt also, dass die Stranglers immer noch hungrig sind und zulangen können. Auch wenn Cornwell bei seinen Konzerten vielleicht die kompromissloseren Versionen der alten Stücke auflegen mag.



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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