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Tonträger-Review
 
Scott Matthews - What The Night Delivers

Scott Matthews - What The Night Delivers
San Remo/Indigo
Format: CD

Bitte auf das "s" im Namen achten! Der Brite Scott Matthews hat ein "s" mehr als sein Fast-Namensvetter und Songwriter-Kollege Scott Matthew. Da hilft es auch nicht wirklich, dass beide das gleiche Terrain beackern: Hier wie da gibt es melancholisch intime Folkpop-Songs auf weitestgehend akustischer Basis. Scott Matthews mit dem "s" ist allerdings als Sänger ein Anhänger der Rufus Wainwright Lamento-Schule und bevorzugt bei seinen Stücken musikalisch ein wesentlich unkonkreteres, jazzigeres Setting. Auf Scotts letzter Scheibe gastierte Robert Plant, auf dieser ist es Bass-Legende Danny Thompson (der schon mit Nick Drake und zuletzt mit Richard Thompson musizierte). Scott covert Leonard Cohen - was dem allgemeinen Setting gewiss entgehen kommt - und spielt erstmals Piano. Dass ein Album namens "What The Night Delivers" natürlich nicht laut und fröhlich daherkommt, war zu erwarten, allerdings ist dieses Werk schon sehr ruhig - die ersten konkreten Töne hört man z.B. erst nach ca. eineinhalb Minuten Spielzeit und wesentlich mehr als flüstern tut Matthews über weite Strecken eigentlich auch kaum. Es ist dieses also keine Scheibe, die mit dem Holzhammer ausbuchstabiert, was sie sagen will, sondern eine, die jeder für sich entdecken muss; in etwa wie jene des entsprechend gepolten Vordenkers John Martyn, dem Scott zuweilen (auf akustischer Basis zwar) stilistisch nahe kommt. "Night" ist somit sicherlich kein Werk für jedermann sondern eines für Spezialisten und Schöngeister.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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