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Tonträger-Review
 
Diana Krall - Glad Rag Doll

Diana Krall - Glad Rag Doll
Verve/Universal
Format: CD

Es ist nur eine Randnotiz, dass Diana Krall die Frau von Elvis Costello ist. Ebenso unwichtig ist es, dass sich die Sängerin hier auf dem Cover und auch im Booklet leichtbekleidet präsentiert. Was zählt, ist die Musik und die hat es einfach mal in sich.

Die kanadische Sängerin und Pianistin hat sich für ihr neues Album 13 Lieder geschnappt, von denen die meisten schon einige und noch viel mehr Jahre auf dem Buckel haben, schließlich stammen sie aus den 1920er und 1930er Jahren, hier aber bei aller Rückschau und Respekt vor den Originalen modern und neu und einfach herrlich frisch klingen. "Als wir uns an die Arbeit machten, hatten wir alle den Eindruck, als wären die Songs erst gestern geschrieben worden. Ich wollte kein nostalgisches Album mit Stücken einer vergangenen Epoche aufnehmen", sagt Krall. Und das hat sie dann auch nicht. Sondern einfach mal gemacht, sich ans Klavier gesetzt und eine Platte geschaffen, die irgendwie Jazz, aber auch viel mehr als nur Jazz ist. Da tauchen Country-Momente auf, bluesige Ausflüge ("Lonely Avenue"), "I'm A Little Mixed Up" zum Beispiel ist schon fast Rock N Roll und "There Ain't No Sweet Man That's Worth The Salt Of My Tears" vereint das alles in einer Nummer. Minus Country.

Am stärksten aber ist Diana Krall dann, wenn sie es ruhiger angeht, ein bisschen dunkler, verliebter, entspannter und noch intensiver. Wenn sie Lieder wie das laszive "Prairie Lullaby" haucht, wenn sie von "Just Like A Butterfly That's Caught In The Rain" träumt oder mit "Let It Rain" mal eben jeden um den Finger wickelt. Dann wird aus groß gleich mal großartig, dann verliert man sich, dann gehört die Zeit der Krall. Die hier übrigens nicht nur mit Produzent T Bone Burnett, sondern auch mit durchaus namenhaften Musikern gearbeitet hat. Gitarrist Marc Ribot spielte zum Beispiel bereits mit Tom Waits, John Zorn oder The Black Keys, Keyboarder Keefus Green mit den Red Hot Chili Peppers oder Pearl Jam, Bassist Dennis mit Johnny Cash oder Elton John, Schlagzeuger Jay Bellerose mit Regina Spektor und Elvis Costello? Ist hier - als Howard Coward - auch zu hören.



-Mathias Frank-




 
 
 

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