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Tonträger-Review
 
Der Rest - Willkommen im Café Elend

Der Rest - Willkommen im Café Elend
/Rough Trade
Format: CD

Indie-Rock mit deutschen Texten ist ja gemeinhin eine Nischenerscheinung, der man - im Gegensatz zum Deutschpop mit Gitarrenbeteiligung - keine bestimmten Formate zuordnen kann. So haben sich auch Phil Taraz und seine Band Der Rest eine eigene musikalische Randgruppe zusammengebastelt. Es gibt Schrammel-Rock mit Sprechgesang und dezidierter Düster-Note fernab von Goth & Co. Auf diesem zweiten Album wendet sich der Songwriter Taraz dabei von innen nach außen und bedenkt universelle Themen mit seiner Aufmerksamkeit. Musikalisch bleiben Der Rest immer recht unkonkret - was daran liegen mag, dass Taraz sich nicht als Controlfreak, sondern als Opfer seiner Muse sieht: Die Musik bestimmt selbst, was sie werden möchte - das ist Taraz-Credo (frei nach David Lynch übrigens) und das schlägt sich in einer zwar organischen, aber auch von einer gewissen Unerbittlichkeit getriebenen Machart seiner Musik nieder, die in Verbindung mit den in Form von Parolen vorgetragenen Texten im Stil der Peter Hein-Schule (oder gar Henry Rollins - nur nicht so brutal) einen spröden Reiz ergeben. Was Der Rest auszeichnet ist dabei eine gewisse Ökonomie: Auch wenn es schrammelt und schrubbt - jeder Ton sitzt dort, wo er hingehört und es gibt deren auch keinen einzigen zuviel. Dass sich das dennoch nicht nach Minimalismus, sondern nach Effizienz anhört, liegt denn daran, dass Der Rest eben im Prinzip doch eine Rock-Truppe und kein Kopf-Konstrukt sind. Das Ergebnis ist nun wahrlich keine Popmusik, sondern etwas, mit dem man sich konstruktiv auseinandersetzen kann.


-Ullrich Maurer-



Surfempfehlung:
www.derrestmusik.de



Der Rest


 
 
 

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