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Yo La Tengo - Fade

Yo La Tengo - Fade
Matador/Beggars Group/Indigo
Format: CD

Ira Kaplan, Georgia Hubley und James McNew sind die ewig Unangepassten, die unbeirrbar ihren ganz eigenen Weg gehen und vermutlich selbst dann keine Zugeständnisse an Trends oder Moden machen würden, wenn sie Geld dafür bekämen. Das neue Werk kommt in der Tradition ihrer großen, abstrakten Klangmalereien im Songformat daher, ist vergleichsweise entspannt angelegt und entfacht ergo eine eher unterschwellige Wirkung - die noch dadurch unterstützt wird, dass Ira und Georgia ihre Vokalparts weniger singen, als dahin flüstern.

Unter dem Strich bedeutet dass, dass es weniger unstrukturierten Krach, Experimente und Avantgarde gibt als etwa auf den letzten Yo La Tengo-Werken, aber auch weniger konkrete Hits. Diese sind dafür allerdings eingepackt in ungewohnt opulente Streicher- und Bläserarrangements, während der Rest eher sparsam strukturiert und arrangiert daher kommt. Das Album entstand ausnahmsweise mal nicht in New York, sondern in John McEntires Soma Studio in Chicago - vielleicht kommt daher auch die eigentlich atypische Zurückhaltung der Protagonisten, denn McEntire ist ja bekannt für eine eher distanzierte Betrachtungsweise. Ansonsten lassen sich Yo La Tengo - wie üblich - alle Möglichkeiten offen, legen sich nicht fest und versuchen schon gar nicht, etwas logisch, schlüssig oder gar gefällig klingen zu lassen. Das ist eben richtige Kunst, wie sie im Buche steht - nur halt dargeboten mit dem patzigen Selbstverständnis beinharter Anarchisten.



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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