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Tonträger-Review
 
Ocean Colour Scene - Painting

Ocean Colour Scene - Painting
Cooking Vinyl/Indigo
Format: CD

Man soll ja bekanntlich niemals nie sagen. Und so ist es denn zwar verdammt überraschend und ungewohnt - aber auf der neuen Ocean Colour Scene tauchen tatsächlich im Opener E-Beats auf - bevor es dann mit der gewohnten Moseley-Beat-Variante munter weiter geht. Keine Bange: Am Ende ist es dann doch ein relativ typisches OCS-Werk geworden, aber Sounddesigner Steve Cradock hat den Songs von Simon Fowler dieses Mal arrangementstechnisch einiges abverlangt - und ist dabei vom selbst aufoktroyierten Reinheitsgebot - zumindest Ansatzweise - abgewichen. Sicher, es gibt nach wie vor soulige Bläsersätze und folkige Fowler-Tunes - aber ab und an dürfen halt auch mal die Gitarren mit New Wave-Power krachen, die Mellotrone wabern und dann eben halt auch mal die Beats knacken. Ansonsten ist noch zu bemerken, dass Fowler dieses Mal eine ganze Reihe makelloser OCS-Instant-Klassiker aus dem Ärmel geschüttelt hat und dass die Band eine bemerkenswerte Spielfreude an den Tag legt, die höchstens noch von der Disziplin getoppt wird, mit der die Musikanten die vielen vertrackten, detailreichen Stolperfallen, die Cradock wohl eingebaut hat, mit Bravour meistern und somit ein besonders rundes Ganzes schufen. Nur die Frage, warum Fowler in die alte Manie zurückfällt, seine eigenen Songs nicht als die Epen zu erkennen, die sie hätten sein können und gegen Ende gleich mehrere Tracks im Fragmentstadium zurücklässt, kann niemand so recht beantworten (er selbst schon mal gar nicht).


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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