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Tonträger-Review
 
Gemma Ray - Down Baby Down

Gemma Ray - Down Baby Down
Bronzerat/Soulfood
Format: CD

Angekündigt hatte Gemma Ray so etwas schon länger: Auf der Suche nach neuen musikalischen Ausdrucksformen war die begeisterte Soundfricklerin irgendwann bei der Instrumental-Musik angekommen. Das Material dieses Albums hatte die Britin bereits eingespielt, als sie die Aufnahmen zu ihrem letzten Studio-Album "Island Fire" anging und die so gewonnenen Kenntnisse flossen dort wohl auch ein. Aber "Down Baby Down" ist ein ganz anderes Kaliber als das vergleichsweise poppige "Island Fire", denn es ging Gemma hier darum, ihre Vorlieben für Soundtrack-Arbeiten in der Art ihrer diesbezüglichen Idole Kristof Komeda (Polanskis Partner in den 60s), Ennio Morricone, John Barry (James Bond) oder Jack Nitzsche auszuleben.

Und in der Tat gibt es hier kein Halten. Durchzogen von düsteren Vibes und seltsamen Sounds und gruppiert um den bis auf die Essenz eingedampften Pop-Song "Say You Love Me", dem sie gar generisch/lautmalerische Vocals gönnte, bietet Gemma hier sozusagen eine Art Alter Ego für ihre sonstigen Arbeiten - einen düsteren Gegenentwurf als Ergänzung zu ihren eigenwilligen Retro-Pop-Songs. Das hat mehr von den Spielereien, denen sie sich live gerne mit ihren Samplern und Effektgeräten hingibt, als von dem ausgezirkelten Arrangieren ihrer Pop-Alben. Ganz nebenbei gelingen ihr dabei einige Kompositionen, die sicherlich zu ihren attraktiveren gehören. Das in wenigen Tagen mit der Unterstützung einiger in Berlin ansässiger Musikanten eingespielte Werk zeigt Gemma Ray von einer noch abenteuerlicheren Seite als ihre "normalen" Veröffentlichungen.



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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