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Rosalie und Wanda - Meister Hora

Rosalie und Wanda - Meister Hora
Ahoi/Megaphon
Format: CD

Rosalie und Wanda - das sei mal gleich vorangestellt - gibt es gar nicht so richtig. Stattdessen steckt hinter diesem Projekt die Münchener Songwriterin Rosalie Eberle, die zusammen mit ihren Musikern Manfred Mildenberger und Sascha Biebergeil etwas ziemlich Erstaunliches gelingt: Eine eigenständige, unprätentiöse Folkpop-Scheibe mit je einer Prise jazzigem Swing und Indie-Feeling, die zu nahezu gleichen Teilen auf Deutsch wie auch auf Englisch vorgetragen wird und auf beiden Gebieten keine schlechte Figur macht. Das mit dem "Pop" im "Folkpop" gilt es denn auch gleich wieder einzuschränken, denn mit der (kommerziellen) Pop-Schiene hat Rosalie gar nicht so viel am Hut - nur griffige Melodien und Refrains hat sie dennoch auf Tasche.

Ansonsten ist diese Scheibe auf sympathische Weise sperrig und unkonventionell geraten. Rosalie orientiert sich nicht an klassischen Songschemata, sondern sucht sich einen eigenen Weg - sowohl musikalisch wie auch inhaltlich - und so kommt es, dass die Musik recht organisch und offensichtlich intuitiv daher kommt. Mit den heutzutage gebräuchlichen, angeheiterten Selbsterkenntnis-Lyrics hat es Rosalie auch nicht so. In ihren Liedern tummeln sich Charaktere wie Lulu, Meister Hora aus Momo oder die Cheshire-Grinse-Katze aus Alice in Wunderland. Und dazwischen gibt's eher Poesie als hippen Slang - ohne dass es ins Esoterische abdriftete oder lächerlich wirkte. Das muss man ja auch erst mal hinbekommen. Schade, dass so eigenständige und auf gewisse Weise auch mutige Musik so selten aus unseren Landen kommt.



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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