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Amplifier - Echo Street

Amplifier - Echo Street
Kscope/edel
Format: CD

Das war nicht einfach, das war sogar fast unmöglich. Denn der direkte Vorgänger war und ist ein Meisterwerk und galt bis eben als unschlagbar. Und gilt auch jetzt als unschlagbar, weil "Echo Street" nicht besser als "The Octopus" ist. Sondern ganz schön anders, aber mit der gleichen Wirkung. Und daher: Unentschieden. Das Ding hier ist super.

Amplifier veröffentlichen nach bereits zwei Jahren ein neues Album und erfinden sich nicht komplett neu, zeigen aber eine andere, eine ruhige und aufgeräumte und fast schon entspannte Seite. Ohne entspannte Musik für nebenbei zu machen. Doch die Großmeister des psychedelischen Progrocks setzen eben auch mal auf die Ruhe, verzichten zum Beispiel bei der wundervollen Ballade "Between Today And Yesterday" auf sämtliche Instrumente außer der Gitarre und lassen die Stimmen sprechen, oder gönnen sich mit "Mary Rose" einen zwischenzeitlich fast schon klassischen Popsong. Eingepackt in Kunst natürlich, in düstere Töne und bedrückende Momente. Eine Nummer wie "Matmos" (siehe Video-Link unten) kommt ebenfalls ohne die ganz große Härte aus und zieht sich seine Kraft aus anderen Quellen, "Where The River Goes" beginnt als verträumtes Etwas und wird erst später einen Zacken fieser, auch "Extra Vehicular" braucht die ersten acht seiner zwölf Minuten, ehe es lauter wird. Doch auch dann, auch wenn die Briten zerren und fiepsen und kloppen klingen sie so herrlich gelassen und fast schon zufrieden. Und schaffen es mal wieder mit einer Leichtigkeit, die 60 Minuten ihres neuen Albums wie eine 7"-Hardcore-Single wirken zu lassen. Kaum an, schon vorbei. Keine Langeweile, nur Freude.



-Mathias Frank-


Video: "Matmos"


 
 
 

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