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Andrea Schroeder - Where The Wild Oceans End

Andrea Schroeder - Where The Wild Oceans End
Glitterhouse/Indigo
Format: CD

Sie meint es schon ernst, die Andrea Schroeder. Das zweite Album der Berlinerin schließt dermaßen schlüssig an ihr zu Recht vielumjubeltes Debüt an, dass es schon fast beängstigend ist. Es gibt also wieder edle, rabenschwarze musikalische Nachtschattengewächse, die atmosphärisch dicht in Szene gesetzt wurden und bei denen Andreas Spezialitäten (deutsche Texteinwürfe und obskure Quetsch-Instrumente) geschickt integriert sind. Da auch Andrea klar war, dass sie das Rad für das schwierige, zweite Werk nicht neu erfinden würde, griff sie auf einen ziemlich einfachen, aber effektiven Trick zurück, um musikalisch voranzukommen: Sie spielte das Material dieses Mal mit ihrer nun etablierten Touringband ein, zu der neben Partner Jens Lehmkuhl und Bassist Dave Allen auch der legendäre Steh-Drummer Chris Hughes gehört, den man als Sidekick von Hugo Race bestens in Erinnerung hat.

Das zahlt sich insofern aus, als das die neuen Songs widerspruchslos und wie aus einem Guss aus den Boxen quellen. Die Stücke wurden unter der Regie von Chris Eckman in Norwegen eingespielt - was ggf. einen zusätzlichen Melancholie-Schub bedeutet hätte, wenn sich die Musiker auf der anderen Seite nicht mehr Freiheiten eingeräumt hätten und es sogar man stellenweile richtig laut werden darf. Zusätzlich sorgen Zutaten wie eine mäandernde Geige, Eckmans Keyboards und atmosphärische Effekte für zusätzliche Grautupfer im ansonsten schwarzen Klangbild. Schade nur - und das kann nicht oft genug gesagt werden -, dass Andrea nicht mehr aus dem Ansatz mit der deutschen Sprache macht.



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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