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Pokey Lafarge - Pokey Lafarge

Pokey Lafarge - Pokey Lafarge
Third Man/H'art
Format: CD

Es gibt ja Leute, die vermitteln das Gefühl, dass sie in einer falschen Zeit leben. Der Jack White-Schützling Pokey Lafarge ist zweifelsohne ein solcher. Sein Metier ist die Art von Musik, die zwischen frühem Folk und aufkeimenden Rock'n'Roll so cirka in den 40er Jahren für weiße, amerikanische Farmer- und Arbeiterkinder maßgeblich war. Es gibt ergo eine Mischung aus - selbstredend akustisch aufbereitetem - Swing, Ragtime und Country-Folk. Man muss dazu wissen, dass es in den USA eine ganze Subkultur in dieser Richtung gibt - junge Musiker, die auf den Spuren Harry Smiths oder der Lomax Archive durchkramen und sich Material von alten Schellackplatten zusammensuchen.

Das Besondere an Pokey Lafarge ist freilich, dass er eigenes Material in diesem Setting schreibt - was ihn von seinem Museumspfleger-Kollegen natürlich deutlich absetzt. Zudem sorgt Ketch Secor, der gleichgesinnte Frontmann der Old Crow Medicine Show, als Produzent für ein luftiges, druckvolles Klangbild. Vielleicht auch deswegen wirkt die Mixtur keineswegs so staubtrocken, wie man sich das etwa vorstellte, denn Lafarge lebt seine Musik. Bis hin zur Frisur und zum Anzug im Stil der guten alten Zeit. Ganz mal davon abgesehen, dass das erwähnte Songmaterial auch keineswegs schlecht ist. Unter dem Strich gelingt es Lafarge mit diesem Ansatz, eher als zeitlos denn als Retro in Erinnerung zu bleiben.



-Ullrich Maurer-



Surfempfehlung:
www.pokeylafarge.net



Pokey Lafarge


 
 
 

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