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Tonträger-Review
 
Natalie Merchant - Natalie Merchant

Natalie Merchant - Natalie Merchant
Warner Music
Format: CD

Für das erste Album mit eigenem, neuen Material nach 13 Jahren ließ sich Natalie Merchant auch bei der Herstellung bewusst sehr viel Zeit. Die hier versammelten Songs wurden nicht nur vorab intensiv bei den Live-Auftritten getestet, die Natalie - besonders in den USA - regelmäßig inszeniert, sie wurden auch bereits vor zwei Jahren eingespielt und dann entsprechend veredelt. So mussten zum Beispiel die Orchester-Parts integriert werden und im letzten Jahr wurden die Tracks im Sommer dann schließlich in New York abgemischt. Letztlich produzierte Natalie das Material auch selbst.

Das Ergebnis ist dann in der Folge auch tatsächlich das Album geworden, auf das die Fans 13 Jahre lang gewartet haben. Die großteils melancholisch/düster angelegten Songs, die zum einen Teil als persönliche Reflektionen daherkommen ("Giving Up Everything" - das im Übrigen zumindest ansatzweise erklärt, warum das neue Album so lange brauchte), zum Teil als philosophisch angelegte Epen ("The End", das sie schon seit einiger Zeit im Live-Programm hat) und zum Teil als einfühlsame Frauenportraits ("Ladybird" oder "Lulu", ein zweiteiliges Portrait der Schauspielerin Louise Brooks). Dabei gelingen Natalie Merchant einige der eindrucksvollsten Songs ihrer Karriere. Die betont elegant inszenierten (oft akustisch ausgerichteten) Arrangements mit den - von Anfang an - integrierten Symphonie-Orchester-Parts vermeiden dabei jeden Anflug von Bombast oder gar Kitsch, sondern erscheinen sogar besonders ausgewogen. Das spiegelt sich auch in dem sorgsam austarierten Tracklisting wider, bei dem die Scheibe durch die mächtigsten Epen wie in einer Klammer umfasst werden. Und als Sängerin kommt Natalie Merchant nach wie vor ganz ohne Manierismen aus und überzeugt als eine der klarsten, geradlinigsten Stimmen unserer Tage. Kein Wunder, dass das Album ohne Titel auskommt, denn es bietet einfach ein Spiegelbild von Natalie Merchant im Jahre 2014.



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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