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Emil Bulls  - XX

Emil Bulls - XX
AFM/Soulfood
Format: CD

20 Jahre Emil Bulls. Das wird und wurde gefeiert. Schon im vergangenen Jahr waren die Münchner mit speziellem Programm auf Tour. Nun gibt es diese Idee auch auf Platte und damit 14 alte Songs in wahrlich neuem Gewand. Wobei alt hier relativ ist und womit wir gleich beim ersten und einzigen Kritikpunkt von "XX" sind. Hätten wir das dann nämlich hinter uns. Kein Song ist im Original älter als acht Jahre, sämtliche Platten vor "The Black Path" (und damit bis heute tolle Platten wie "Porcelain" oder "The Southern Comfort") wurden ignoriert. Und das ist schade, wäre das Ganze so doch noch spannender und vor allem vollständiger. Aber gut, ist nun so. Und schlecht ist "XX" ja trotzdem nicht.

Als "Candlelight-Versionen" nennen die Emil Bulls die neue Aufnahmen und nein, sie machen hier kein zweites reines Uplugged-Album, das gab's ja schon 2007. Nein, 2016 fahren sie mächtig auf und stecken ihre Songs in schwere, mal opulente und mal dann doch reduzierte Kostüme. Da gibt es Streicher und mal chillige, mal sogar jazzige Bläser, Klaviere und akustische Gitarren, sanfte Gesänge und verzerrte Gitarren. Dafür wurden sämtliche Songs neu arrangiert und manche klingen tatsächlich komplett anders - andere dagegen nur wir eine sanfte Version. Die meisten funktionieren. "Here Comes The Fire" zum Beispiel, das den Spaß eröffnet, oder auch das herrlich neu klingende "The Jaws Of Oblivion" (siehe Links unten) wirken auch ohne Härte und klingen dabei niemals schwach auf der Brust. Schöner Gegensatz ist zum Beispiel "Not Tonight Josephine" mit zwischenzeitlich fast schon zerbrechlichem Charme. Dass bei 14 Songs aber nicht jede neue Version gleich stark klingen kann, kommt nicht überraschend, da stört es nicht, dass manch Lied ein wenig nebenbei läuft. Überwiegend aber liefern die Emil Bulls hier ein wirklich tolles Album ab, ein spannendes und schönes, mit spannenden und schönen neuen Versionen ("Between The Devil And The Deep Blue Sea", "The Way Of The Warrior", "The Most Evil Spell") sowie einem überraschend gelungenen Motörhead-Cover ("All For You", siehe Link unten). Einzig manch alter Schinken fehlt...



-Mathias Frank-


Video: "The Jaws of Oblivion"
Stream: "The Most Evil Spell"
Stream: "All For You" (Motörhead-Cover)
Video: "Here Comes The Fire"


 
 
 

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