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The Grateful Dead - 30 Trips Around The Sun

The Grateful Dead - 30 Trips Around The Sun
Rhino/Warner Music
Format: Boxset

Eine ziemlich geniale Idee, die da jemand hatte, um das 50. Jubiläum der Grateful Dead zu feiern. Man nimmt 30 unveröffentlichte Konzertaufnahmen aus 30 Jahren, pickt aus jeder Aufnahme und damit aus immer einem anderen Jahr einen Song heraus und packt ihn auf diese Box. Die macht man schick, gibt ihr den Untertitel "The Definitive Live Story 1965-1995" - und fertig ist ein Paket, das dieser Band und diesem Anlass würdig ist.

David Lemieux ist Band-Archivar und -Produzent sowie einer der Köpfe hinter diesem Projekt. Er erinnert sich: "Als wir uns 2012 erstmals darüber unterhielten, in welcher Form wir dem 50. Jubiläum von The Grateful Dead Ehre erweisen könnten, war uns klar, dass wir etwas Beispielloses auf die Beine stellen wollten. Wir alle waren von der Idee begeistert, mit dem Live-Vermächtnis der Band einen Gesamtüberblick ihres Schaffens zu geben. Ganze Konzerte erzählen schließlich die beste Geschichte. Unser erstes Kriterium war es, die besten Live-Performances aus jedem Jahr des Bandbestehens zu finden. Neben den begehrtesten Highlight-Shows, auf die Fans schon seit Jahrzehnten warten, war uns wichtig sicherzustellen, dass die Sammlung auch eher unbekannte, dafür aber ebenso ausgezeichnete Shows umfasst. Wer sich die Box chronologisch von Anfang bis Ende durchhört wird schnell erkennen, dass das Live-Vermächtnis von The Grateful Dead in der Musikgeschichte eine einzigartige und bisher unübertroffene Rolle einnimmt."

Ob sie sich am Ende für die "besten Live-Performances aus jedem Jahr" entschieden haben wissen wir nicht, dafür muss man sich die 80-CD Boxed-Set mit sämtlichen 30 Konzerten anhören (ja, gibt es wirklich, lässt sich über die Band-Homepage bestellen). Was wir aber wissen: Eine gute Wahl wurde ganz sicher getroffen, denn Vieles hier bockt und das massiv. Die 15-Minuten-Version von "Viola Lee Blues" (aufgenommen in Los Angeles, 1967) zum Beispiel ist so wild wie anstrengend und dabei herrlich durchgeknallt. Wobei hier natürlich einiges durchgeknallt ist und genau das den Charme des Ganzen ausmacht und vieles deshalb deutlich besser als die Studio-Version klingt. Dass auf der anderen Seite manche Nummer ein bisschen öde ("Scarlet Begonias", aufgenommen 1976 in Detroit, braucht niemand) oder auf der anderen Seite fast schon gezwungen hemmungslos wirkt, stört da gar nicht so sehr. Und darum geht es ja auch nicht wirklich. Hier geht es für die Fans um einen Eindruck, die Erinnerung, ein Gefühl und ein Geschenk. Von der Band für die Fans und von der Band für die Band. Und hier geht es für die anderen darum, dass man diese Band entdecken kann, dass man sich durch die Songs und Jahre hört, The Grateful Dead kennenlernt und weiß, warum es sie eine so unglaublich lange Zeit gab. Und für alle geht es um eine ziemlich geniale Idee.



-Mathias Frank-




 
 
 

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