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Tonträger-Review
 
Jimmy Somerville - Homage

Jimmy Somerville - Homage
Membran
Format: CD

Tatsächlich fußte Jimmy Somervilles Identität von der ersten Sekunde an auf den Tugenden der Disco-Ästhetik - auch wenn der Beginn der Karriere des Smalltown-Boys mit seiner damaligen Band Bronski Beat zunächst im damals gerade aufkeimenden E-Pop wurzelte und sich später, mit den Communards und solo, in eine organischere (und theatralischere) Richtung entwickelte: Tanzen konnte man zu den meisten Produktionen, an denen Somerville beteiligt war. Sein sechstes Solo-Album ist indes eine ebenso unverhohlene wie hemmungslose Hommage an den plüschigen, schwelgerischen, organischen Disco-Sound der 70s.

Während er indes früher eher ehrfürchtig Klassiker wie "Don't Leave Me This Way" coverte, verlor er hier alle Hemmungen und legt eine Sammlung originärer, eigener Stücke vor, die er mit allem möglichen Brimborium zu einer regelrechten, opulenten Disco-Operette aufbohrte. In den 70ern war es ja regelmäßig so, dass man schon daran, dass in der Besetzungsliste der Musiker ein Flügelhorn auftauchte, erkennen konnte, dass hier ein Bisschen zu viel des Guten zu erwarten sei. Das ist in dem Fall auch nicht anders - nur dass es bei "Homage" gleich zwei Flügelhornisten gibt. Den Arrangements halten die eher überschaubar zündenden und mäßig attraktiven Kompositionen Somervilles dann indes nur bedingt stand: Die große Geste im Arrangement wird nicht mit einer großen Geste im Songwriting komplementiert, so dass der Zuhörer am Ende in den zuckrigen Arrangements eher unterzugehen droht, als mitgerissen wird.



-Ullrich Maurer-



Surfempfehlung:
www.jimmysomerville.co.uk



Jimmy Somerville


 
 
 

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