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Tonträger-Review
 
Keith Richards - Crosseyed Heart

Keith Richards - Crosseyed Heart
EMI/Universal
Format: CD

"Sehe ich etwa aus, als wüsste ich, wo die Quelle der ewigen Jugend ist?”, fragte Keith Richards im letzten Johnny Depp-Piratenfilm eher rhetorisch. Es ist dann natürlich auch nicht die Frage, ob der alte Stoner (pardon our puns) auf seinem dritten Solo-Album besonders hip und jugendlich klingen wollte. Er gibt sich aber auch nicht damit zufrieden, einfach den Blues zu spielen, wie es seinem Alter etwa geziemte (gleichwohl er dies mit dem titelgebenden Opener zunächst antäuscht und später gar Leadbelly covert). Tatsächlich hört sich das Album - zumindest streckenweise - mehr nach einem Stones-Album an, als manches Stones-Album selbst - nur dass hier der alte Bärbeiß croont.

Das Material entstand relativ relaxed, indem Richards mit Drummer Steve Jordan ein paar Ideen zu Ton brachte und diese nach und nach mit seinen alten Kumpels, mit denen er auch seine anderen beiden Alben einspielte (der "Winos" genannten All-Star-Cast, zu der u.a. Gitarrist Waddy Wachtel und Ivan Neville gehören) klanglich entsprechend aufgefüllt wurden. Dabei wird im Wesentlichen alles abgedeckt, was Richards gerne mag: Schroffe Up-Tempo-Rocker, sentimentale Balladen, Reggae-Emulationen, Muscle Shoals Soul und eben ein wenig Blues. Das alles kommt - wie angedeutet - total relaxed rüber und macht auf ansehnliche Weise deutlich, dass man selbst als altgedienter Gründervater immer noch Spaß am Tun haben kann. Tatsächlich wirkt dieses Alterswerk denn auch gar nicht so alt. Rein musikalisch jedenfalls ist Richards dann am Ende auch wesentlich näher an der Quelle der ewigen Jugend als biologisch eigentlich möglich.



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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