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Sweet Baboo - The Boombox Ballads

Sweet Baboo - The Boombox Ballads
Moshi Moshi/Pias Cooperative/Rough Trade
Format: CD

Ein wenig irreführend ist der Titel des fünften Werkes von Stephen Black alias Sweet Baboo schon - denn es gibt hier keineswegs Disco- oder Pop-Gedudel. Wohl aber Balladen - wenn auch nicht ausschließlich - und sympathisch desorganisierten, britischen Handmade-Folkpop der feinsten Sorte. Der Waliser gab sich dieses Mal besonders viel Mühe, seine Qualitäten als Sänger hervorzuheben, weil der Tag "Singer-Songwriter" mit dem sich sein Tun nun mal am besten kategorisieren ließe, in seinen Ohren ein wenig abwertend klingt. Demzufolge ambitioniert sind dann dieses Mal auch seine Kompositionen, die sich - von den Größten seines Genres inspiriert (namentlich Nilsson, Van Dyke Parks, Scott Walker - und das sind nur die, die er selbst anführt) in schwindelerregende Gefilde aufschwingen und schließlich in der epochalen, mehrteiligen, siebenminütigen Monster-Fuge "You Got Me Time Keeping" gipfeln. Das ist aber schon das Maximum an Eklektizismus, was Black auffährt - der Rest swingt (aufmerksam und füllig arrangiert von Produzent Paul Jones) angenehm relaxed und verschroben daher, wie man das von Projekten dieser Art halt gewohnt ist (Namen wie Beautiful South oder Badly Drawn Boy, auf die Black selbst gar nicht kommt, kommen hier vergleichend in den Sinn). Abgerundet wird diese Operette a la Sweet Baboo durch die von Freundin Cate Le Bon für und über Sweet Baboo geschriebene Hommage "I Just Want To Be Good".


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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