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Tonträger-Review
 
Janet Jackson - Unbreakable

Janet Jackson - Unbreakable
Warner Music
Format: CD

Vorfreude. Erwartung. Euphorie. Unsicherheit. Aufregung. Schiss. Und das alles wegen ihr, wegen Janet Jackson. Nach sieben Jahren veröffentlicht sie ein neues Studio-Album. Und das kann super sein, das kann eine Katastrophe werden, es kann gewöhnlich klingen, neu, anders, wie früher - sicher ist es nur, dass es kein normales Album sein wird. Weil es von Janet Jackson ist.

18 Songs ist "Unbreakable" stark und verdammt, der Titeltrack eröffnet nur solide. Was soll das, wieso ist das so, warum ist... Moment, ist er gar nicht. Der Song hat Groove, hat Soul, er braucht nur einen Moment. Dann wippt der Kopf im gemäßigten Tempo, dann geht's los. Und danach erst richtig. "Burnitup!" mit Missy Elliot prescht nach vorne und haut einen dabei um, der Club-Track "Night" nimmt einen mit in diese und "No Sleep" mit J. Cole ist so lässig wie klasse. Steht ihr gut, dieser HipHop. "Dammn Baby" und "The Great Forever" sind dann allerklassischste Janet-Tracks, die dieses Jahr, vor 20 oder in 10 Jahren erscheinen könnten: RnB, Soul, Pop, Jackson. Und der Rest? Ist überwiegend ebenso gut, ebenso typisch. Euphorisch und das nicht nur wegen der Bläser klingt "Gon' B Alright", ultimativ poppig ist "Take Me Away" und ganz schön soulig-schön und schmachtend kommt "Dream Maker/Euphoria".

Und so war jede Unsicherheit umsonst, war der Schiss nicht nötig und wurde aus Aufregung schnel Zufriedenheit. Zur Euphorie hat's dann aber doch nicht gereicht, dazu klingt dieses Album zu unüberraschend und zu wenig spekatuklär. Denn so toll die einzelnen Songs sind, sie machen aus "Unbreakable" lediglich ein im besten Sinne typisches Janet Jackson-Album. Für ein herausragendes fehlen diese ganz besonderen, diese wirklich neuen, diese Gänsehaut-Momente, fehlen der Mut der Sängerin, der letzte Kick, der letzte Schritt ins Ungewisse, fehlen mehr Songs wie "Night" oder auch "No Sleep": Vielleicht wollte sie es nicht, vielleicht wolte sie ein Album wie dieses machen. Ist ja auch super, logisch. Ist ja Janet. Jackson.



-Mathias Frank-


Video: "No Sleep"


 
 
 

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