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Bosse - Engtanz

Bosse - Engtanz
Vertigo/Universal
Format: CD

Ein Klavier beginnt. Einzelne Töne, bedächtig, reduziert. Eine leise Gitarre übernimmt, Bosse singt. Und wir alle sind auf der falschen Fährte. Denn dann? Bläser, Chöre, Bosse fährt auf. Und zwar richtig. Sowohl beim Opener "Außerhalb der Zeit" als auch bei "Engtanz", der ganzen Platte. Steht ihm gut.

Natürlich ist "Engtanz" trotzdem ein total typisches Bosse-Album. Ein Pop-Album, wie es manchmal sein muss. Große Melodien, eine gute Portion Pathos und Refrains, die man sofort mag, behält und beim nächsten Mal direkt wieder gut findet. Dazu reichlich persönliche Texte, manche rosarot, manche über das Gestern, einige etwas düsterer. Bosse, man muss ihn mögen. Aber hier und da muss man ihn jetzt sogar lieben. Denn was der gute Mann hier für Zeilen geschrieben hat, ist ganz große Unterhaltung. "Schreist laute Ideen in meine tauben Ohren, tanzt Chachacha auf Faith No More." Oder: "Aspirin in Mangosaft macht schaurige Blasen". Hier aus dem Zusammenhang gerissen, im Konstrukt Song ganz ganz ganz hervorragend. "Es ist so leicht von vorne zu beginnen. Aber so schwer der Wahrheit wegzurennen." vs. "Das Glück ist so schnell wie Aubameyang." Da ist manch Rapper neidisch, wenn er das liest und hört. Und als ob es konstruiert wäre: Mit Casper macht auf diesem Album ein echter Rapper mit und gleichzeitig ein guter Bosse-Kumpel. Was man wissen sollte, damit hier niemand Falsches denkt. Weder über Bosse noch über Casper. Lieber "Engtanz" hören, dieses opulente, aufregende, tolle, typische neue Bosse-Album.



-Mathias Frank-


Video: "Steine"
Video: "Immer so lieben"


 
 
 

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