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Tonträger-Review
 
Joanna Newsom - Divers

Joanna Newsom - Divers
Drag City/Rough Trade
Format: 2CD

Für ihr viertes Album ließ sich die Weirdmasterin Joanna Newsom ganze fünf Jahre Zeit. Das ist länger als die Phase zwischen "Y" und dem Triple-Werk "Have One On Me". Zwar versuchte sie sich zwischenzeitlich aus Schauspielerin in "Inherent Vice" und "Divers" ist auch "nur" eine Doppel-LP geworden, dennoch scheint es angesichts des Ergebnisses mehr als angemessen, dass Joanna hierfür so lange brauchte. Denn in Sachen Komposition, Vielseitigkeit, Arrangements und Performance ist dieses Album nicht nur ein qualitativer Quantensprung für die Dame, sondern sogar so etwas wie ihr Magnum Opus geworden. Auch deswegen, weil sie hier wieder mal eine deutlich spürbare Weiterentwicklung zeigt. So spielt etwa die Harfe - ihr eigentliches Hauptinstrument - nur noch eine Rolle unter vielen. Stattdessen spielt sie vermehrt Piano sowie zusätzlich ein Mellotron und ein Marxophone (das ist eine Mischung aus einer Zither und einer Kalimba, das somit klanglich einer Autoharp am nächsten kommt). Des Weiteren arrangierte und produzierte sie dieses Mal ihr Material alleine.

Im Vergleich zu den eher unsteten Anfängen, in denen ihr das eigene Material zuweilen aus dem Ruder zu laufen schien und insbesondere ihre Vocals ständig wegzubrechen drohten, ist Joanna heutzutage eine versierte Songwriterin, die es mühelos schafft, ihre hochkomplexen und insbesondere melodisch herausragenden, epischen Songkonstruktionen mit leichter Hand und souverän zu immer wieder überraschenden und begeisternden Kleinkunstwerken zusammenzuschrauben. Da wartet man gerne fünf Jahre auf ein neues Lebenszeichen!



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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