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Japanese Breakfast - Psychopomp

Japanese Breakfast - Psychopomp
Dead Oceans/Cargo
Format: CD

Ein "Psychopomp" ist in der philosophischen Bedeutung ein "Seelenbegleiter" - jene spirituelle Kreatur, die die Seelen der toten ins Jenseits begleitet. Der Götterbote Hermes hatte dieses Amt auch ein Mal inne. Und Michelle Zauner, die unter dem Projektnamen Japanese Breakfast hier ihr Solo-Debüt vorlegt, wählte diesen Titel, weil sie das Album ihrer verstorbenen Mutter widmete, die sie sozusagen selbst als Psychopomp begleitete.

Musikalisch hat sich Zauner mit diesem Projekt deutlich von der punkigen Sichtweise ihrer Mutterband Little Big League entfernt und pflegt eine Art melancholischen Dream-Pop, der - obwohl ansatzweise durchaus noch kraftvoll - sehr viel verklärter, zugänglicher und versöhnlicher angelegt ist als ihre bisherige Musik. Das mag an der Thematik des Albums liegen und daran, dass die - recht unterschiedlich ausgerichteten - Songs über einen relativ langen Zeitraum entstanden sind. Dieses Vorgehen rechtfertigt auch den Umstand, dass sich die Michelle für dieses Projekt eine fesche Kurzhaarfrisur zugelegt und damit auch im übertragenen Sinne alte Zöpfe abgeschnitten hat; sich somit auch musikalisch neu positioniert. Genrefreunde werden sich in der klangorientierten Dreampop-Welt von Michelle Zauner sofort zurechtfinden, weswegen sich sagen lässt, dass Michelle aus ihrer Sicht alles richtig gemacht hat.



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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