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Faith No More - King For A Day Fool For A Lifetime / Album Of The Year

Faith No More - King For A Day Fool For A Lifetime / Album Of The Year
Warner Music
Format: 2CD

Nachdem sie vor wenigen Wochen erst ihr Debüt "We Care A Lot" wiederveröffentlichten, hauen Faith No More nun zwei absolute Klassiker neu raus. Für viele sind "King For A Day Fool For A Lifetime" und "Album Of The Year" sogar ihre beiden besten Alben, ganz sicher sind es ihre am meisten unterschätzten Werke. Denn klar, "Angel Dust" mit Songs wie "Midlife Crisis" und "Easy" oder "The Real Thing" mit "Epic" oder "From Out of Nowhere" sind die Brocken, die Anfang der 1990er Jahren mitten im Cross-Over-Wahn mal eben alles zerbombten. Doch dann gingen die Band und Original-Gitarrist Jim Martin getrennte Wege und mit ihm irgendwie auch der alte Sound. Denn "King For A Day..." war anders, war überraschend, war schwierig. Und dabei so verdammt großartig. Und "Album Of The Year" setze diesen Weg fort. Zwei Alben, zwei Meisterwerke.

"King For A Day..." war 1995 das Album, mit dem sich Faith No More endgültig dazu entschlossen, nur noch ihr Ding zu machen, zu machen, was sie wollten. Noch die klang die Band dermaßen frei und hemmungslos, vielfältig, spannend, verrückt. Denn was gab und gibt es hier nicht alles. Funkiges Zeug wie das ruhige "Evidence", dunkle Balladen wie "Take This Bottle" und Straight-Rockiges wie "Digging The Grave" läuft zwischen aggressiven Monstern wie "Cuckoo For Caca" und an Pattons Solo-Chaotik erinnernde Sachen wie "Ugly In The Morning", zwischen bösen Brechern wie "Ricochet", Punkrock ("What A Day"), epochaler Patton-Theatralik ("The Last To Know") und verspielt-wilden Pop-Songs wie "The Gentle Art Of Making Enemies". Um ein paar Beispiele zu nennen.

Zwei Jahre später erschien das letzte Album vor der Trennung und meine Güte, ich erinnere mich an fiese Rezensionen, schlechte Meinungen, große Enttäuschungen. Dabei war auch dieses Album schlicht großartig. Es schien erwachsener, dunkler, bedrohlicher und damit schon wieder anders, sachen wie "Stripsearch" oder "The Last Cup Of Sorrow" kannte man so nicht, manch einer schien verwirrt. Dass Faith No More auch 1997 noch massiv Druck aufbauten ("Naked In Front Of The Computer") und im Grunde große Popsongs schreiben konnten ("Ashes To Ashes"), schien da kaum eine Rolle zu spielen. Heute wissen es alle besser, heute feiern wir die Platten und wir feiern ihre Rückkehr. Neben den remasterten Original-Aufnahmen gibt's auf den Neuveröffentlichungen (jeweils auf 2CD) B-Seiten, Live-Aufnahmen, Demos und Coverversionen. Pflichtkauf.



-Mathias Frank-




 
 
 

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