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Tonträger-Review
 
Kate Tempest - Let Them Eat Chaos

Kate Tempest - Let Them Eat Chaos
Caroline/Universal
Format: CD

Auf ihrem neuen Werk gelingt der Poetry-Slam-Queen Kate Tempest etwas recht Bemerkenswertes: Sie schafft es nämlich, sich konsequent und bewusst fast vollständig von den (sich ja eigentlich aufdrängenden) Assoziationen zur Rap-Ästhetik zu lösen. Warum das so ist, wird schnell klar: Bei Kate Tempest geht es nicht um egozentrische Wortakrobatik und schon gar nicht um's Party-Machen, sondern um Geschichten. Auf "Let Them Eat Chaos" präsentiert sie uns eine Sammlung einfühlsamer, detailreicher und absolut glaubwürdiger Portraits von Underdogs, die sich in solcher Plastizität tatsächlich nur selten in der Musik finden und die den Zuhörer mühelos in ihren Bann ziehen. Musik spielt insofern dann hier sogar eine eher untergeordnete Rolle - was besonders an der dramatischen Struktur der Tracks mit vielen Pausen, Zwischenspielen und dynamischen Passagen deutlich wird. Musikalisch gibt es alles Mögliche zwischen Elektronik, Rock, New Wave und Avantgarde zu bestaunen - aber wie gesagt: Es geht hier eher um die Geschichten. Als direkte Nachfahrin von Anne Clark erschuf Kate Tempest mit diesem Album das Sub-Genre der musikalischen Poesie-Anthologie.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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