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Tonträger-Review
 
Marc O'Reilly - Morality Mortality

Marc O'Reilly - Morality Mortality
Virgin/Universal
Format: CD

Jamie Cullum ist ein Fan des ehemaligen praktizierenden irischen Arztes und Songwriters Marc O'Reilly, der in seiner Heimat immerhin so erfolgreich ist, dass er sein drittes Album nun auf einem Major-Label veröffentlichen kann. Was Cullum vielleicht überzeugt haben dürfte, ist die Art, in der O'Reilly seine Songs mit langgezogenem, soulig-lamentösen Timbre dehnt und ausfüllt. Musikalisch hat O'Reilly allerdings ganz andere Ansprüche als irgendeine Art von Soulpop emulieren zu wollen. In seinen episch ausgebauten Tracks finden sich Elemente wie Blues, Rock, Jazz und - in eher untergeordneter Funktion und eher auch als grundsätzliche Basis - durchaus auch Folk Bits. Das geht dann fast schon in jene Richtung, die sein Kollege Ben Howard auf seinem letzten Album zuletzt anstrebte - wenngleich O'Reilly auch nicht unbedingt etwas gegen poppige Strukturen oder Melodien hat: Er drängt sich nur nicht damit auf, sondern lässt diese en passant in seine (zwar ziemlich improvisiert wirkenden, aber tatsächlich mit Sicherheit minutiös durchkonzipierten) Songstrukturen einfließen. Und dazu kommt dann noch dieser angesoulte Gesang, der gerne mal mit Hall- oder Delay-Effekten verstärkt wird. Am Ende kommt dabei eine Art sperriger, aber lieber kleiner Bastard heraus - der irgendwo zwischen klassischem Songwritertum, Rock und Folk angesiedelt ist.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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