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Haudegen - Rocken Altberliner Melodien

Haudegen - Rocken Altberliner Melodien
Blut, Schweiß & Tränen/Tonpool
Format: CD

Das ist doch mal eine so ungewöhnliche Idee, dass sie - ungeachtet der musikalischen Umsetzung - schon mal eine gewisse Aufmerksamkeit verdient. Bei einem Konzert kamen die beiden "Berliner Originale" (wie sie sich selbst nennen) Hagen Stoll und Sven Gillert alias Haudegen spontan auf die Idee, den Gassenhauer "Aber dennoch hat sich Bolle ganz köstlich amüsiert" aufzuführen. Das kam so gut an, dass die Herren beschlossen, sich umzuschauen, was denn da noch an Berliner Moritaten so herumschwirrt - und das war dann eine ganze Menge.

Und so machten sich die Jungs daran, das Musikgut aus der Zeit Zilles - den 20er und 30er Jahren des letzten Jahrhunderts - mit Gästen wie Frank Zander ins gewohnte Rock'n'Roll-Setting zu übertragen. Darunter befinden sich dann weitere Amüsier-Kneipenlieder im Bolle-Stil, sentimentale Liebeslieder und auch ein wenig Politisches. Das Problem bei der Sache ist dabei die musikalische Inkompatibilität: Die Songs entstammen allesamt dem Volksmund, sind daher nicht an bestimmte Arrangements gebunden und überhaupt spielte die musikalische Umsetzung damals sowieso keine große Rolle, weil das Material vor allen Dingen zum Selber-Singen gedacht war. Insofern fruchten die Versuche der Herren Haudegen, das Ganze mit Reggae-, Rock- oder Dixie-Rhythmen zu unterlegen, nicht so richtig befriedigend - denn musikalische Finesse zählt in einem solchen Umfeld nicht viel. Das Ganze ist also am Ende eher sympathisch kurios als das es nach musikalischen Gesichtspunkten einer Kritik stand hielte. Dennoch: Alleine für die Idee gibt es diverse Gummipunkte.



-Ullrich Maurer-




 
 
 

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