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Tonträger-Review
 
David Bowie - Legacy

David Bowie - Legacy
Parlophone/Warner Music
Format: 2CD

Guten Geschmack lernt man in der Jugend? In der Kindheit? Ich glaube schon. Meine Eltern hörten früher Jennifer Rush und Peter Maffay. Ich wäre also zum Scheitern verurteilt. Gäbe es nicht den coolen Vater vom besten Kumpel. Der hatte eine feine Plattensammlung und spielte uns eines Abends gerne mal was vor. The Who, The Rolling Stones, die Beatles. Die guten Sachen eben, die wichtigen, die Bands, die man kennen muss. Und ich so: "Jennifer Rush ist ja schon ganz schön kacke." Heute bin ich selber Vater und wenn ich in ein paar Jahren meiner Tochter Musik vorspielen werde, wird sie sicher was von Pearl Jam hören. Auch von den Beatles. Vielleicht auch irgendwann die Ramones. Ganz sicher aber, und das weiß ich heute schon, spiele ich ihr dieses Album vor. Das Beste von Bowie. Denn das muss man kennen, das ist so wichtig, so aufregend, so inspirierend.

1967 erschien sein erstes Album, 2016 sein letztes. In der Zeit dazwischen hat Bowie den Pop immer wieder neu erfunden und passend dazu sich gleich mit. David Bowie, das Chamäleon. Seine Geschichte hören wir hier. In und mit 40 Songs. Mit "Space Oddity" geht es los, danach gleich "A Man Who Sold The World" und "Changes". Gänsehaut, Respekt, lebe wohl, David Bowie. "Oh! You Pretty Man" folgt, dann eine neue Version von "Life On Mars?" und die Ziggy-Zeiten mit "Starman" und "Ziggy Stardust". Fan wird es merken, die Lieder sind in chronologischer Reihenfolge. Und das ist genau richtig, das macht Sinn. Alles klingt anders, alles klingt nach Bowie. Das rockige "The Jean Genie", das country-eske "Sorrow", das poppige "Golden Years", das epochal-balladeske "Drive-In Saturday", das legendäre "Heroes". Und das alles alleine gibt es nur auf der ersten CD dieses Doppelpacks.

Auf der zweiten "Seite" warten dann die großen Duette ("Under Pressure" mit Queen, "This Is Not America" mit The Pat Metheny Group, "Dancing In The Street" mit Mick Jagger und "Hallo Spaceboy" mit den Pet Shop Boys), warten weitere Klassiker wie "Let's Dance" oder das unglaubliche "China Girl" und auch die Songs der jüngeren Alben. Das lässige "Where Are We Now" von "The Next Day" oder die "Blackstar"-Songs "I Can't Give Everything Away" und "Lazarus". Doch wohin man auch hört, welcher Song auch gerade läuft: Muss man haben, muss man kennen, wird man mögen. Wird sie mögen. Ich kann es kaum erwarten, bis aus meiner Lüdden eine Große geworden ist.



-Mathias Frank-


Video: "Life On Mars?" (2016er Mix)


 
 
 

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