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My Vitriol - Finelines & Between The Lines

My Vitriol - Finelines & Between The Lines
Infectious/Pias/Connected
Format: 2CD

Dass das Debütalbum der Briten eine tolle Platte ist, die Erinnerungen an die großen Shoegazer-Zeiten wachruft und damit beweist, dass der Sound von Bands wie Ride oder Swervedriver auch nach zehn Jahren die ihm des Öfteren abgesproche Zeitlosigkeit besitzt, haben wir euch schon letztes Jahr an dieser Stelle wissen lassen. Nun erscheint das Album erneut, erweitert um eine Bonus Disc namens "Between The Lines". Das klingt - trotz des netten Titelwortspiels - in erster Linie nach einem fiesen Marketingtrick. Ist es auch, wenngleich ein für beide Seiten lohnender. Denn während das Bonusmaterial solcher Wiederveröffentlichungen in der Regel vier, fünf jämmerliche Livetracks oder Demos umfasst, beinhaltet "Between The Lines" gleich sechzehn seltene und teilweise unveröffentlichte Stücke, die in der Tat eine ideale Ergänzung zu "Finelines" darstellen. Denn auch wenn einige der Stücke für B-Seiten herhalten mussten, klingen sie doch durchweg mindestens genauso gut wie die Albumtracks. "Deadlines" zum Beispiel, das Instrumental-Brett, das das Bonusalbum eröffnet, oder die brandneue Single "Moodswings", die neugierig machen soll auf das voraussichtlich Anfang 2003 erscheinende zweite reguläre Album der Briten. Am interessantesten allerdings sind die Coverversionen: "Wait A Minute" von den Wipers, ein kaum zu erkennendes (aber gerade deshalb sehr gelungenes) "Oh Father" von Madonna oder "Game Of Pricks"(aus dem Guided-By-Voices-Meisterwerk "Alien Lanes"). Das Highlight von "Between The Lines" allerdings ist die BBC-Version von "Breakfast" von der Vaselines-Nachfolgeband Eugenius, das in gut vier Minuten alle Stärken von My Vitriol auf den Punkt bringt: Denn trotz aller Aggression, Intensität und Verbitterung hat das Quartett dennoch ein todsicheres Gespür für große Pop-Momente, die es in erhabener Lockerheit zelebriert. Genau so funktioniert 1A-Indierock auch noch im neuen Jahrtausend!


-Carsten Wohlfeld-



Surfempfehlung:
www.myvitriol.com

My Vitriol


 
 
 

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