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Ani DiFranco - So Much Shouting, So Much Laughter

Ani DiFranco - So Much Shouting, So Much Laughter
Righteous Babe/Indigo
Format: 2CD

Wenn man sich nur von einem Act Scheiben kaufen möchte, sollte man sich für Ani DiFranco entscheiden - auf diese Weise würde die entsprechende Plattensammlung genauso groß, wie die von vielen Normalbürgern. Da ist jetzt bereits Anis dritte offizielle Doppel-CD. Dennoch gibt es kaum Überschneidungen mit ihrer ersten Live-Doppel-CD "Living In Clips". Die schnelllebige Ani präsentiert auf diesem Werk vorwiegend Songs der letzten Phase ihres Tuns, die auf der letzten Tour und dem letzten Studio-Album "Revelling / Reckoning" im puren Funk mündete. Das ist zugleich der Plus- wie Kritikpunkt dieser CDs. Denn einerseits bieten insbesondere die knackigen und vielseitig eingesetzten Bläser und die auf den Punkt kommende Rhythmusgruppe eine willkommene Möglichkeit, Anis Songs in einem vollkommen neuen Gewand zu präsentieren. Nur: Das hätte sie wahrscheinlich sowieso getan und in dieser geballten Menge, machen die hektischen, wortreichen und z.T. überlangen Energieausbrüche eher nervös als dass sie begeistern. Bei ihren Konzerten legte Ani auch immer wieder akustische Verschnaufpausen ein, die hier fast vollkommen fehlen. Dennoch ist dieses ein konsequentes Dokument eines abgeschlossenen Kapitels und enthält mit "Self Evident" auch ein wichtiges neues Stück. Es ist dies ein fast 10-minütiges vertontes Gedicht, in dem Ani ihre Sicht des 11. September schildert - selbstredend intelligenter und eloquenter als alles, was sonst bisher zu diesem Thema gebracht wurde. Was allerdings auf der Scheibe im allgemeinen - und bei diesem Stück im besonderen - nervt, sind die politsich korrekten Zwischenrufe des 100%ig auf Ani konditionierten Publikums - das macht die Sache vorhersehbar und nimmt ihr einiges von der politischen Schärfe - durch Selbstbestätigung ist schließlich noch niemand gewachsen. Das ist allerdings eher ein Problem des Publikums, als das von Ani: Sie ist nach wie vor eine der wichtigsten Stimmen in der Rockmusik - schon alleine deswegen weil sie sich ständig neu erfindet.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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