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Tonträger-Review
 
Julia Fordham - Concrete Love

Julia Fordham - Concrete Love
Sanctuary/Zomba
Format: CD

Nach längerer Zeit gibt es mal wieder ein neues Lebenszeichen der zerbrechlichen englischen Chanteuse Julia Fordham. Und das Warten hat sich gelohnt. Zeigte sich Julia auf ihren bisherigen Tonträgern stets bemüht, bloß nicht in sichte Gewässer abzudriften (und übertrieb es deswegen mit dem jazzifizierten Cool-Sein ein wenig), so umarmt sie auf dieser Scheibe mutig den Pop. Das heißt: Auch leicht nachvollziehbare Melodien und angenehme Harmonien werden nicht ausgespart. Natürlich hat sich nichts an dem grundsätzlich ätherischen Ansatz geändert, mit dem Julia ihre fragilen, leichtfüßigen Balladen interpretiert. Aber: Die Arrangements sind recht erdig im Hier und Jetzt angekommen und haben sich endgültig von der 80er "Neo-Jazz" Attitüde gelöst, die ihre bisherigen Werke auszeichnete. Besonders spannend sind hierbei längere Instrumental-Passagen mit offensichtlich improvisierten Parts geraten. Die neugewonnene Selbstsicherheit drückt sich auch darin aus, dass Julia ab und an in höheren Tonlagen singt - und siehe da: Es funktioniert und gefällt. Nicht umsonst widmete sie den Song "Roadside Angel" Minnie Ripperton. Das sympathische an dieser Scheibe ist paradoxerweise, dass - bei aller Annäherung an Pop (und sogar ein bisserl Rock) dieses Werk keinen offensichtlichen Hit enthält. Statt dessen verteilen sich die Ideen gleichmäßig über alle Stücke. Einige Gastauftritte (von "Neo-Soul" Queen Infia.Arie und Joe Henry) runden das Bild ab.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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