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Keith Richards & The X-Pensive Winos - Live At The Hollywood Palladium, December 15, 1988

Keith Richards & The X-Pensive Winos - Live At The Hollywood Palladium, December 15, 1988
Virgin
Format: DVD

Wenn man verstehen will, warum auch weiterhin so viele behaupten, die Rolling Stones seien die größte Rock N Roll Band aller Zeiten, dann braucht man keines der sündhaft teuren Tickets für die "Licks"-Tour der Stones nächsten Sommer (bei der man sich mit Konzertkarten für um die 80 Euro noch auf den billigen Plätzen wiederfindet), nein, man braucht lediglich diese DVD von Keith Richards, die eindrucksvoll beweist, warum Keith die Seele der Rolling Stones genannt wird. "Willkommen im Palladium. Von dieser Bühne bin ich auch schon des Öfteren runtergeflogen" begrüßt Richards das Publikum im - äußerst kleinen - Saal und spielt sich bei diesem Mitschnitt von seiner allerersten Solo-Tournee im Jahre 1988 mit der von ihm gewohnten Trockenheit durch die besten Momente seines ersten Soloalbums "Talk Is Cheap" wie "How I Wish" oder "Locked Away" und einige wenig bekannte Stones-Nummern wie das großartige "Connection". Dass Richards - unterstützt von seiner vorzüglichen Backingband, The X-Pensive-Winos, der einige der besten L.A.-Session-Player angehören - hier und da mal danebengreift, scheint Absicht zu sein. Denn wenn ihn kein Perfektionist wie Mick Jagger zur Konzentration mahnt, gehören kleine Fehler sozusagen zum Programm. Dass diese DVD (die es zuvor auch schon als CD und Video gab) außer einer 5.1 Dolby Surround-Tonspur und einer Handvoll unveröffentlichter Fotos im Booklet keinerlei Extras hat, ist ein wenig schade (und warum die letzte, auf der CD enthaltene Zugabe "Rockawhile" hier fehlt, bleibt auch unklar), doch spätestens, wenn man bei den Backstage-Szenen im Abspann Großmeister Tom Waits absolutes Fanzeug à la "großartiges Konzert!" in die Kamera murmeln hört und als letzter Satz noch das klassische Keith-Statement "Danke an die Bootlegger, die diese Veröffentlichung nötig gemacht haben" liest, ist das längst wieder vergessen. Wie hieß doch der Slogan auf dem T-Shirt, das Keith Mitte der 70er zu tragen pflegte, so passend? "Who the fuck is Mick Jagger?"!


-Carsten Wohlfeld-




 
 
 

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