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Tonträger-Review
 
Daryl Hall & John Oates - Do It For Love

Daryl Hall & John Oates - Do It For Love
Sanctuary/Zomba
Format: CD

Hall & Oates gelten - wie der Sticker auf der Scheibe besagt - als erfolgreichstes Duo in der Rock-Geschichte. Was natürlich Quatsch ist, denn Hall & Oates machten und machen angesoulten Pop. Das passte - versehen mit ein wenig Funk - ganz hervorragend in die 80er (obwohl die beiden bereits in den 70ern erste Meriten sammelten). Mit dieser dann doch irgendwann schal werdenden Mixtur (und stetig schlechteren Songs) schaffte es das Duo dann nimmer in die 90er. In Zeiten, wo aber eh jeder, der noch eine Gitarre halten kann, eine Reunion wagt, kann man es ja noch mal versuchen. Und siehe da: Der Opener, "Man On A Mission", gehört sicherlich mit zum Besten, was Hall & Oates je auf die Beine gestellt haben: Ein kraftvoller, aber leichtfüßiger Pop-Song mit guter Melodie und einprägsamem Refrain, seelenvoll vorgetragen von Daryl Hall. Diesen Level kann dann indes nicht gehalten werden, und - wie bei vielen Hall & Oates Scheiben - gleitet die Sache zunehmend ins Beliebige ab. Dabei geben sie sich Mühe: John Oates singt öfter als früher die Leadvocals, es wird sorgsam zwischen Up-Tempo und Balladen abgewogen und auch die Arrangements sind abwechslungsreich. Bloß die Songs eben nicht. Vielleicht liegt es daran, dass die Jungs immer zu viel wollen, und deswegen manchen Song überladen, vielleicht auch daran, dass sie einfach nicht so gut sind, wie die von ihnen verehrten Soul-Größen, denen sie in den 80ern mit einer großartigen Live-Scheibe auch ein Denkmal setzten. Irgendwie, so hat man das Gefühl, hätte bei dieser Re-Union eine Single gereicht. (So wie z.B. "My Little Town" von Simon & Garfunkel).


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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