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Yeah Yeah Yeahs - Fever To Hell

Yeah Yeah Yeahs - Fever To Hell
Polydor Island Group/Universal
Format: CD

Um es kurz zu machen: Die Yeah Yeah Yeahs reihen sich nahtlos in die Reihe ungehobelter, anarchistischer Rock'n'Roll-Kapellen ein, die etwa bei den Cramps beginnt und bei den White Stripes noch lange nicht endet. Auch bei den Yeah Yeah Yeahs gibt es keinen Bass - sondern mit Nick Zinner einen Gitarristen, der dieses Manko durch besonders fette Sounds und eine Vielzahl von Effekten kompensiert. Sängerin Karen O. singt, schreit, grölt sich in bester Hysterien-Rock-Tradition durch die stets knackigen und kurz gehaltenen Rock'n'Roll-Knaller, die bei den Stooges ebenso borgen wie z.B. auch bei der Jon Spencer Blues Explosion - mehr noch: "No No No" klingt wie Suicide zu den besten Zeiten. Mit Brian Chase verfügen die Yeah Yeah Yeahs darüber hinaus noch über einen Drummer, der sich im Metier auch technisch auskennt (etwa im Gegensatz zu der zwar charmant aber auch irgendwie unbeholfen herumtrommelnden Meg White). Es spricht für die Yeah Yeah Yeahs, dass das Ergebnis dennoch nicht einfach wie eine Melange aus zusammengeklaubten Zutaten klingt, sondern durchaus auch eine eigene Note vorweist. Diese besteht z.B. im ungestümen Vortrag, Karens provokativen Texten, einer gewissen Affinität zum Pop im Johnny Thunder'schen Sinne. Letztlich sind die Yeah Yeah Yeahs auch abwechslungsreicher als die o.a. Referenz-Acts - wobei interessanterweise der Blues vollkommen außen vorbleibt. Dafür gibt's einige potentielle Underground Hits, die näher am Punk dran sind, als das manchem Format-Radio-Programmierer lieb sein dürfte. D.h.: Für's Radio dürften die vertrackt und ideenreich zusammengeschraubten Kleinsongwerke sowieso nicht nur zu dreckig, sondern auch schon wieder zu intelligent sein. Die Yeah Yeah Yeahs gehören zur ebenso lebendigen wie unbedarften Generation junger Bands, die den Rock'n'Roll zwar nicht erfunden haben mögen, diesen aber hemmungslos zelebrieren - was fast genau so gut ist.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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