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Tonträger-Review
 
Sandy Dillon - Electric Chair

Sandy Dillon - Electric Chair
Virgin
Format: CD

Schön, daß es immer wieder auch mal CDs gibt, die vollkommen anders sind. Dieses ist so eine. Sandy Dillon hatte das Pech, gleich am Anfang ihrer Karriere einen Plattenvertrag bei einem Major bekommen zu haben. Was dazu führte, daß zwei Scheiben produziert, aber nicht veröffentlich wurden. Insofern hat sie Glück, daß es beim dritten Anlauf klappte. Wundern tut diese Geschichte nicht direkt, denn Sandy ist alles andere als pflegeleicht. Mit einer Stimme, die klingt, als habe sich Tom Waits einer Geschlechtsumwandlung vollzogen (nur kaputter) und einer eigenwilligen musikalischen Begleitung, die haarscharf am totalen Chaos vorbeischrammelt, bietet Sandy nicht mehr und nicht weniger als eine Neudefinition des Blues unter eigenen Bedingungen. Das Ergebnis ist von eigenartig wilder Faszination, der sich niemand, der sich ernsthaft für Musik interessiert, verschließen kann. Mal rauh und schroff, dann wieder lyrisch und poetisch kreischt, seufzt und röchelt sich Sandy durch düstere Welten, in denen zerbrechliche, aber nicht zerbrochene Heldinnen ihre Frau stehen (müssen). Bis zum Tod oder wie im Titelsong noch darüberhinaus. Daß diese Angelegenheit nicht vollständig desolat, sondern zum Teil sogar voller eigenwilligen Humors ist, ist ein weiterer unschätzbarer Pluspunkt. "Electric Chair" ist eine Debut-Scheibe, wie es sie bestenfalls alle 10 Jahre mal gibt.


-Ullrich Maurer-



Sandy Dillon


 
 
 

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