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Tonträger-Review
 
Kool Ade Acid Test - Geraldine Penny

Kool Ade Acid Test - Geraldine Penny
Hazelwood/Soulfood
Format: CD

Eigentlich ist ja so ziemlich alles, was aus dem Hause Hazelwood kommt, uneingeschränkt empfehlenswert. Was nicht heißen soll, dass man da nicht differenzieren sollte: Das, was Steve Gaeta & Co. mit Kool Ade Acid Test machen, war und ist schon ein wenig verkopfter - oder soll man lieber sagen: anspruchsvoller - als z.B. die leichter ins Ohr drängenden Elaborate von Mardi Gras oder Jerobeam. Auch "Geraldine Penny" fordert den Zuhörer (heraus). Die stets vertrackten und besonders auf's Rhythmische ausgerichteten Tracks sind z.B. immer wieder mal angereichert mit jeder Menge Samples, Soundeffects und auch gerne mit verzerrten oder sonstwie veränderten Vocals (Falsettgesang ist momentan angesagt). Das Ganze wirkt so ein wenig überladen - aber andererseits niemals synthetisch oder steril - weil auch bei KAAT das handgemachte Durcheinander über der kalkulierten Frickelei steht. Das gelungenste Beispiel für die unvorhersehbare Kreativität, die sich immer wieder Bahn bricht, ist der Song "Birdy In Paradise": Hier singt Gaeta gegen eine bewusst gegenläufige Gitarrenfigur, während der Rhythmus dazu seinen eigenen Marsch swingt. Anstelle eines Refrains gibt es einen Cool-Bop-Jazz Break. Und in diesem Stil - aber ohne stilistische Einschränkungen - ist die ganze Scheibe aufgebaut. Man muss sich also sein eigenes Bild machen, ja die Songs gewissermaßen für sich interpretieren, um damit zurecht zu kommen. Das ist ja nichts grundsätzlich Schlechtes - setzt es doch eine gewisse Intelligenz des Hörers voraus -, jedoch ist KAAT 2003 keinesfalls als Soundtrack zum Bügeln geeignet!


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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