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Tonträger-Review
 
Liz Phair - Liz Phair

Liz Phair - Liz Phair
Capitol/EMI
Format: CD

Ganz heimlich, still und Leise versucht uns Liz Phair, die anlässlich ihres Debüts "Exile In Guyville" immerhin als die Indie-Queen schlechthin gefeiert wurde, uns hier eine waschechte Mainstream-Pop-CD unterzujubeln - zumindest musikalisch. Ein Unterfangen, das von vorneherein zum Scheitern verurteilt ist - allerdings nicht deswegen, weil die Scheibe nicht nach einer Pop-Scheibe klingt. Aber mit der Attitüde einer Liz Phair wird das einfach nix werden mit dem Durchbruch: Der musikalisch eingängigste Song, "H.W.C" zum Beispiel, enthält die Zeile "Give me your hot white cum" und selbst in den harmloseren Tracks werden die Liebhaber immer noch mit verblichener Unterwäsche verglichen. Da hilft es denn auch nix, dass einige der Stücke vom Avril Lavigne Erfolgsteam The Matrix produziert wurden. Das hört man zwar heraus, nur was nützt das, wenn die Songs aufgrund des Inhaltes Radio-untauglich sind. Nur damit wir uns richtig verstehen: Das ist keine schlechte Platte, nur das Bemühen mittels eines pflegeleichten Sounds eine neue Richtung einzuschlagen und gleichzeitig den Inhalt zu radikalisieren kann - zumindest in den USA - nicht funktionieren. Dabei zeigen einige Stücke eine mögliche Richtung auf: Zum Beispiel die von Michael Penn produzierten Tracks, die auch inhaltlich unverfänglicher sind. Immerhin: Schon alleine wegen der Texte gebührt Liz Phair alle Hochachtung dieser Welt und die Krone der Integrität. Wenn sie dann musikalisch einen ähnlich konsequenten Weg gegangen wäre, und die Songs qualitativ dem Inhalt entsprochen hätten, dann wäre dies schlicht die Scheibe des Jahres geworden.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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