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Tonträger-Review
 
Damien Rice - O

Damien Rice - O
Eastwest
Format: CD

Ein Ire, der in der Toskana lebt und als Straßenmusiker seine Meriten verdiente, klingt normalerweise nicht so, wie Damien Rice das auf seinem in Irland und GB höchst erfolgreichen und originell betitelten Debüt "O" tut. Denn hier präsentiert sich Rice als sentimental-sensibler zerbrechlicher Songwriter im Stile eine Nick Drake (nun ja: Nicht ganz so morbide und musikalisch vertrackt vielleicht). Das, was die Scheibe von anderen Elaboraten dieser Art abhebt, sind sowohl die berückend schönen Streicherparts (courtesy of David Arnold), die dem ansonsten spröden Vortrag Rice's einen warmen Charme verleihen und besonders die Beiträge seiner Sangeskollegin Lisa Hannigan - der durchaus mehrere Strophen, Duett- und Solo-Parts eingeräumt werden. Es wäre zu wünschen, andere Songwriter gingen ähnlich selbstbewusst mit ihrem Ego um und ließen solche Sachen auch einmal zu. Das Ergebnis spricht nämlich für sich: Gerade jene Tracks sind mit einem ganz eigenen Leben erfüllt und machen - etwa im Sinne vertonter Zwiegespräche - mehr Sinn, als würde Rice die Geschichten einfach so erzählen. Es ist schön zu beobachten, dass jemand mit einem musikalisch dermaßen zurückhaltenden Debüt (fast alles ist äußerst sparsam akustisch intoniert) einen dermaßen großen Effekt (und Erfolg) haben kann. Bereits jetzt wird Rice - zu Recht - in einem Atemzug mit Cat Power oder Conor Oberst genannt und ist damit beredtes Zeugnis für den Umstand, dass sich zuweilen musikalischer Wagemut bzw. eine eigene Vision eben doch auszahlt.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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