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Korn - Take A Look In The Mirror

Korn - Take A Look In The Mirror
Epic/Sony Music
Format: CD

Korn haben ein Problem. Sie sind inzwischen Popstars und werden auch wie solche behandelt. Sie fliegen mit Privatflugzeugen von Promotermin zu Promotermin, sie haben 20 Millionen Platten verkauft, hatten einige MTV-Hits und die Presse erwartet mit jedem neuen Album einen musikalischen Geniestreich, eine Revolution. Das letzte Album "Untouchables" wurde verrissen. Den einen war es zu experimentell, zu abgefahren, zu unpoppig. Den anderen schlicht zu langweilig, zu typisch. Es war sicher kein überragendes Werk. Aber immer noch - wie bisher jedes Korn-Album - ein absoluter Kracher, wie ihn nur Jonathan Davis und seine Kollegen kreieren können. Jetzt, nicht einmal zwei Jahre später kommt "Take A Look In The Mirror". Wieder werden es viele nicht mögen. Dabei ist es doch, genau, ein Kracher.

Natürlich ist es nicht so innovativ, so anders wie "Life Is Peachy" und natürlich ist es auch nicht so massenkompatibel wie "Follow The Leader". Es liegt wohl irgendwo dazwischen, hätte auch ein paar Jahre früher erscheinen können. So klingt es jedenfalls. Jonathan Davis' Stimme lässt noch jeden anderen Shouter alt aussehen, so schön kreischt, schreit und leidet niemand. Die Riffs, die Bässe, die Drums. Hier sind die Originale am Werk. Natürlich haben Korn auch schon bessere Songs als diese geschrieben. Noch kompromisslosere, abgedrehtere, überraschende und auch einfachere. Aber auf "Take A Look In The Mirror" gibt es die puren Korn. Die epischen Korn ("Counting On Me"), die wütenden Korn ("Y'all Want A Single"), Korn mit Dudelsack ("Let's Do This Now"), mit Rap und Nas ("Play Me") und die fernsehtauglichen Korn ("Here It Comes Again"). Kracher am Fließband.

Es ist derzeit sehr angesagt, Korn nicht mehr zu mögen, es ist cool, die Platte schlecht zu machen. Das ist schade und das ist ein wenig unfair. Denn bis auf das als Hidden Track getarnte Metallica-Cover "One" (von der MTV-Show "Icon") kracht die Scheibe schon ganz schön mächtig.



-Mathias Frank-




 
 
 

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