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The Who - Singles Box 1

The Who - Singles Box 1
Universal
Format: Boxset

In der gleichen Manier wie neulich die Stones Singles-Box erscheint nun auch eine von The Who: 12 einzelne Single-CDs mit jeweils zwei Tracks (Vorder- und Rückseite) von 12 ausgesuchten Who-Singles - inkl. zweier neuer Stücke. Parallel dazu gibt es quasi eine um die B-Seiten abgespeckte Einzel-CD in Form einer "Greatest Hits"-Scheibe, bei der merkwürdigerweise "Pictures Of Lily" fehlt, auf der jedoch dafür "Magic Bus" und andere Album-Tracks enthalten sind. Auch hier sind die beiden neuen Tracks dabei: "Real Good Looking Boy" ist ein Song, den Townsend noch in der Schublade hatte, und der sich um Elvis "Can't Help Falling In Love" herum aufbaut - in der üblichen Who-Manier mit vielen Twists & Turns und dem kompletten Refrain des o.a. Tracks als Bridge. "Old Red Wine" hingegen ist ein relativ kompakter, rührend sentimentaler Song über den kürzlich verstorbenen John Entwistle - bzw. dessen Vorliebe für guten alten Wein (Seltsamerweise spielt hier Ober-Daddler Pino-Palladino Bass). "Old Red Wine" ist der bessere der beiden neuen Tracks und geht ohne weiteres als später Who-Klassiker durch. Die Singles der Who - gerade die ersten Sachen - reichen klangtechnisch weit über das heraus, was damals üblich war. Das kann man schon daran abmachen, dass der Bass-Sound bei dieser Art von Maximum Rhythm'n'Blues immer integraler Bestandteil war - ganz mal abgesehen von Moons Drum-Gewittern und Townsends schneidend scharfen Gitarrenattacken. Das hört sich auch 2004 noch alles verdammt gut und greifbar an. Später, als immer mehr Townsends Sinn für's dramatisch / theatralische durchbrach, outeten sich The Who zudem als gewiefte Genre-Bieger. Sei es Country ("Squeeze Box"), Jazz-Rock ("Who Are You") oder Plüsch-Pop ("You Better You Bet"). Sie mögen gegen Ende der offiziellen Laufbahn zwar nicht mehr den anderen voraus gewesen sein, aber mithalten konnten die vier Herren eigentlich bis zum Schluss. Auch der Vorwurf, Roger Daltrey habe nach den 70ern das Schreien verlernt, erscheint im Rückblick nicht so schlüssig: Denn so richtig geschrien hat er eigentlich nicht mal bei "My Generation". Eher fehlt da schon im Späteren der spezifische Keith Moon-Sound. Gerade "Then And Now" kommt dabei aber eigentlich zur rechten Zeit. Neben den erwähnten neuen Tracks ist hier nämlich auch die Original-Version von "Behind Blue Eyes" zu hören. Und vergleicht man diese mit der aktuellen Version von Limp Bizkit, dann wird erschreckend deutlich, wie definitiv die Version der Who war. Zwischen Tommy und Qaudrophenia einschließlich WAREN The Who also ihrer Zeit voraus...


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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