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Tonträger-Review
 
Otis Taylor - Double V

Otis Taylor - Double V
In-Akustik
Format: CD

Der Kollege von San Jose Mercury News trifft es auf den Kopf, wenn er meint, dass Otis Taylors Blues so authentisch klänge, als sei der Mann bereits seit 40 Jahren tot. Das meint in etwa, dass der ehemalige Antiquitätenhändler Taylor zum Glück nichts vom Rock hält und sich auf's Wesentliche beschränkt. Seine Songs bestehen meist bloß aus einem einzigen Riff und einer typischen Blues-Story (meist mit politischer oder sozialer Komponente - "Mama's Selling Heroin"), die sich meist auf wenige Slogans beschränkt. Etwas anderes machten Leadbelly, Mississippi John Hurt oder Robert Johnson eigentlich auch nicht. Und mit denen hat Taylor mehr am Hut als mit den Elektrikern - obwohl er aus Chicago kommt und selber durchaus auch elektrisch spielt. Otis verwendet den Blues hier wieder als das, was er weiland mal war: Ein Medium, um Inhalte zu transportieren. Musikalisch erreicht Taylor - trotz o.a. Prämisse - eine erstaunliche Bandbreite, die von afrikanischen Einflüssen bis hin zum klassischen Folk reicht. Nicht zuletzt gelingt ihm dies, da er mit allerlei originellen Arrangements aufwartet (Streicher, Trompete oder Banjos findet man nicht alle Tage im Blues) und er sich obendrein mit bärbeißig-imposanten Brummelbass Verhör zu schaffen weiß. Das überzeugendste Stück der Scheibe ist aber bezeichnenderweise die von seiner Tochter Cassie vorgetragene traurige Folk-Ballade "Buy Myself Some Freedom", die nicht nur im Titel Woodstock Assoziationen weckt.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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