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Tonträger-Review
 
Tommy Stinson - Village Gorilla Head

Tommy Stinson - Village Gorilla Head
Sanctuary/Rough Trade
Format: CD

Tommy Stinson gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Replacements (also quasi jedermannes Lieblingsband) und spielt jetzt Bass bei Guns n' Roses. Böswillig formuliert, könnte man sagen, dass diese Scheibe in etwa klingt wie die Konsequenz aus ebendieser Laufbahn. Es gibt den 80s verpflichtete Rock-Pop-Songs, die gemeinhin poppig dahinschrammeln - zuweilen bricht sich aber auch mal der Punk-Revoluzzer oder Hardrocker Stinson Bahn. Die so erreichte Ziellosigkeit und Vielseitigkeit ist indes auch die Stärke des Albums, denn langweilig wird Tommy Stinson zu keiner Sekunde. Es macht auch Sinn, dass Stinson die Songs mit Frank Blacks Equipment aufnahm, denn obwohl Stinsons Tracks wesentlich ausgefeilter und verspielter daherkommen als die des großen Pixie, ist doch eine unterschwellige Seelenverwandschaft zu kennen. Da Stinson sich als Frontmann aber offensichtlich weniger wohl fühlt, als etwa als Kompositeur, wählte er sich Produzent Sean Beavan (u.a. No Doubt) aus, der der Scheibe dann jedoch ein eher stromlinienförmiges Sound-Korsett verpasste - was sich aber wieder auf interessante Art und Weise mit Stinsons Sturm- und Drang Ästhetik reibt. Auch wenn diese Scheibe, wie gesagt, eher in der 80er Bowie-Ästhetik verankert scheint, als im hier und jetzt, ist dies doch eine eher klassisch-zeitlose und amüsante Rock-Anekdote geworden.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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