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Das Weeth Experience - The Accentric Sounds Of Das Weeth Experience

Das Weeth Experience - The Accentric Sounds Of Das Weeth Experience
Strange Ways/Indigo
Format: CD

Geradezu episch mutet das an, was uns das Hamburger Trio auf dem neuen Werk anbietet. Zunächst mal eine Anekdote am Rande: Genau wie die zeitgleich erscheinende Kante-CD, ist auch diese mit dem Produzenten Tobias Levin entstanden und hüben wie drüben gibt's 10-Minuten-Stücke. Hm. Bei Das Weeth sind die natürlich ganz anderer Couleur als bei den Kante-Köpfen. Denn Das Weeth haben sich auf dem neuen Werk ganz und gar der ausufernden Americana-Mucke verschrieben. Um es mal so auszudrücken: So könnten die Walkabouts klingen, wenn sie sich nicht immer in intellektuellen Konzept-Strategien verfingen. Oder so könnte Neil Young klingen, wenn er weniger Geld für die Produktion hätte. Und dann auch wieder nicht. Denn selbstredend haben Das Weeth nach über 10 Jahren einen eigenen Stil (wäre ja auch verwunderlich wenn nicht). Und der erlaubt zum Beispiel auch mal, dass mitten im schönsten Wüsten-Sound eine Punk-Passage einbricht oder so was. Das macht auch die "Accentric Sounds" spannend. Mal ehrlich: Man ist angesichts von viertelstündigen Road-Songs ja doch schon mal geneigt, vorzuspulen. Nicht so hier: Jeder Ton dieser Scheibe sitzt da, wo er hingehört und wird auch gebraucht. Nicht allerdings spieltechnisch gesehen: Die Scheibe klingt zunächst mal organisch und erdig - Perfektion wäre hier auch nicht gut genug. "Accentric Sounds" ist eine feine, runde Sache geworden. Und wenn das Cover - mit dem Gitarre spielenden Häschen im Maul des Krokodils - eine Analogie auf die Situation im Musikbusiness sein soll, dann ist es eine gelungene.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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