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Tonträger-Review
 
Aavikko - History Of Muysic

Aavikko - History Of Muysic
9:PM Records/Indigo
Format: CD

Die Orgeln fiepen. Quäken was das Zeug hält. Die Drums überpurzeln sich gegenseitig. Störrisch und seltsam quer, wenn das nur alles nicht so verdammt cool wäre. Unbescheiden zügellos, brachial und ein Shaft-Style, dass einem die Spucke weg bleibt. Zugegeben, der erste Track (von insgesamt 25), ausgekoppelt aus der ersten Demo-Kassette von 1995, ist gewöhnungsbedürftig, wahrer Casio-Core. Aber mit der Zeit treiben es Aavikko gemächlicher. Soll nicht heißen entspannt. Nur eben etwas gefestigter und versierter im Sound. Somit verschafft dieses Album, das sich aus unveröffentlichten oder nur auf Vinyl erschienenen Stücken sowie schon längst vergriffenen EPs zusammensetzt, einen ungemein beeindruckenden Überblick über das nun beinahe zehnjährige musikalische Schaffen der eigenwilligen Finnen. Einspiel-Jingles, Live-Tracks, Remixe für Felix Kubin und Stereo Total, leicht verstaubte Tracks aus alten Zeiten -auf "History Of Muysic" ist alles erdenklich Wertvolle vertreten. Und alles erdenklich Verrückte. Einige nennen es fiesen Electro-Polka-Punk, andere trashigen Sixties-Basement-Funk. Oder einfach Pop aus dem C-64. Und doch wird man Tomi Leppänen (Schlagzeug), Paul Staufenbiel (Synthesizer) und Tomi Kosonen (Keyboard) irgendwie nie gerecht - überdrehter Keyboard-Surf war kaum cleverer. Musikalisch spielen Aavikko in ihrer eigenen Liga - und sind doch irgendwie in jedem Krimi-Soundtrack der Siebziger zu hören.


-Annette Kessen-




 
 
 

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