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Q And Not U - Power

Q And Not U - Power
Dischord/Southern Records/Soulfood
Format: CD

Hits. Hits. Hits. Das war nicht unbedingt zu erwarten, verschachteln sich Q And Not U doch sonst lieber in komplexe Strukturen, die alles andere als eingängig sind. Dieser arty farty Post-Punk-Core ist auf "Power" zwar - zum Glück - nach wie vor präsent, doch ist das dritte Album des Trios insgesamt tanzbarer. Irgendwie funkiger. Nicht zuletzt durch die unzähligen Synthie-Klänge, die Q And Not U in so gut wie jedem der 13 Songs aufs Neue verhökern. Der Opener "Wonderful People", das treibende "L.A.X." oder auch das zum Ende hin schon fast minimalistisch electrolastige "Tag-Tag" sind aber auch so was von Dance-Tracks, dass die Dischord Sozialisation der jungen Herren Richards, Klahr und Davis schon fast in Hinterstübchen gerät. Wäre da nicht das immer wiederkehrende Moment von sich überlappenden Melodien, Street Gang-Gesängen, versetzten Rhythmen und eigenwilligen Betonungen. Dieses clever Verrückte und Verrückende, das sich schon konsequent durch ihre zwei Vorgängeralben "No Kill No Beep Beep" und "Different Damage" zog. Und sich jetzt, auf "Power", vor allem in Songs wie "7 Daughters" und "X-Polynation" wieder findet. Aber wie gesagt, die drei trauen sich plötzlich noch viel mehr: Handclapping-Balladen ("Throw Back Your Head"), einen leichten Hang zu Harmonie und Haltung ("Dine"), House-Beats und Flötenspiel ("Beautiful Beats"). Ein einziges wohl sortiertes Chaos. Früher hat man Q And Not U gerne mit Bands wie Joan Of Arc und Girls Against Boys verglichen. Jetzt greifen wohl eher Radio 4, Hot Hot Heat oder The Rapture - und trotzdem muss man auf unkonventionell clevere Spinnereien nicht verzichten. Große Klasse.


-Annette Kessen-




 
 
 

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