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Woodbine - Best Before End

Woodbine - Best Before End
Domino Records/Rough Trade
Format: CD

Zunächst scheint es so, als wolle das Trio aus Lancashire dort fortfahren, wo sie vor fünf Jahren mit ihrem Debütalbum begannen. Das neue Album fängt mit einer tastenden Folk-Ballade an, zu der die ätherische Stimme von Susan Dillane ein alternatives Liebeslied dahinhaucht scheint. Doch dann folgt eher Eigenartiges: Ein von Gitarrist Graeme Swindon vorgetragener, seltsam fröhlicher Gitarrenpop-Song, eine komische Folkballade mit Blues-Slide-Gitarre, so etwas wie akustisch gewordener Art-Post-Rock usw. Ach ja: Und es gibt auch keine verhallten Trip-Hop-Ambitionen mehr, so wie 1999. Irgendwie scheinen uns Woodbine beweisen zu wollen, dass sie nicht nur überlebt haben, sondern auch gereift und gewachsen sind. Das führt aber zuweilen zu weit: Einzelne Tracks scheinen absichtlich kompliziert gemacht geworden zu sein - mit singenden Sägen, die aber nicht singen sondern pfeifen und jaulen, Gesprächsfetzen wie aus dem Kurzwellenradio oder enervierenden Gitarrenfiguren, die einfach viel zu intelligent sein möchten. Immer dann, wenn sich Woodbine im Zaume halten und auf das Wesentliche konzentrieren (z.B. auf den wunderschönen Harmoniegesang von "Drink & Drive" oder die charmanten, unschuldigen Melodiefolgen von "Unbelievable") dann klappt's mit der Magie. Das Verfallsdatum muss dann jeder für sich selbst ermitteln - dafür besteht aber eigentlich kein Bedarf, denn in dieser rein organischen Ausrichtung ist die Woodbine 2005er Variante schlicht zeitlos (wenn auch ein wenig zu ambitioniert) geraten.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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