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Lansing-Dreiden - The Incomplete Triangle

Lansing-Dreiden - The Incomplete Triangle
Kemado/Rough Trade
Format: CD

Nick Zinner von den Yeah Yeah Yeahs bezeichnet das, was das Kollektiv aus Miami mit dem seltsamen Namen macht, als "revolutionären Pop von neo-poetischen Terroristen". Das ist vielleicht doch ein bisschen viel des Guten, denn so richtig revolutionär ist das, was hier passiert, nicht direkt (jedenfalls nicht musikalisch: Lansing-Dreiden verstehen sich als Gesamtkunstwerk, zu dem auch Grafik und Video gehört). Auch wenn es von Fans deswegen Ohrfeigen setzt: In etwa klingt diese Scheibe, als hätten die frühen Spandau Ballet versucht, eine Scheibe mit Beach Boys-Harmonien aufzunehmen und sich dabei von Martin Hannett produzieren lassen. Heutzutage ist das vielleicht nicht so recht aussagekräftig, in der gegebenen Zeit wäre das aber eine ziemlich definitive Hausmarke gewesen: Polternde, technoktarische Space-Age Drums, sehr britische Funk-Gitarren und Stimmen, die mit dermaßen viel Hall versetzt sind, dass sie am anderen Ohr schon wieder herauskommen, bevor sie im einen noch richtig drin sind. Es ist dies ergo also eine astreine New-Wave-Retro Scheibe, die offensichtlich auch gar nichts anderes sein will. Einige gute Stücke fallen dabei ab und ein paar ordentliche Rock-Riffs gibt es auch, aber alles in allem ist dies doch ziemlich spröde Konzeptkunst. (Es sei denn, man steht auf die Factory-Ästhetik der frühen 80er Jahre.)


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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