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Smog - A River Ain't Too Much To Love

Smog - A River Ain't Too Much To Love
Domino Records/Rough Trade
Format: CD

Mit Flüssen kennt sich Bill Callahan ja aus. Das gesamte neue Werk klingt wie eine Fortsetzung eines seiner besten Stücke, "The River Guard" von "Knock Knock" - nicht, was die Story betrifft, aber was die Stimmung und die musikalische Ausrichtung angeht. Den Rock'n'Roll-Modus seiner letzten Werke hat Callahan hier allerdings ausgeschaltet und sich dabei zurück an jene Zeiten erinnert, als er mit "The Doctor Came At Dawn" die akustische Gitarre als Haupt-Instrument entdeckte. Aber anders als früher ist Callahan heutzutage ein äußerst sicherer, selbtbewusster Songwriter und Lyriker, der seine eigene Person in den neuen Songs auf ebenso poetische wie effektive Weise beleuchtet. Während er früher ja geradezu wegen seiner Zerbrechlichkeit verehrt wurde, lässt heutzutage eher seine Meisterschaft aufhorchen, bis auf das Notwendigste reduzierte Songs zu schreiben, die trotz sparsamster Arrangements eine Intensität erreichen, die schon ihresgleichen sucht. Wenn sich Callahan dabei als "Rock Bottom Riser" bezeichnet, dann ist das auch ein Sinnbild dafür, dass sich der Mann niemals hat kleinkriegen lassen und immer seinen eigenen Weg gegangen ist - was sich nun eben auch musikalisch auszeichnet. Callahan erfindet sich mit dieser Scheibe zwar nicht unbedingt neu, er blickt aber auch nicht bloß wehmütig auf vergangene Zeiten zurück. Eigentlich ist "River" insofern eine recht typische, logische Smog-Scheibe geworden. Und eine Gute obendrein.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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