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Tonträger-Review
 
Cloudberry - Destroyer

Cloudberry - Destroyer
Saint/Broken Silence
Format: CD

Marco Pleil ist ein Dickkopf, so scheint es. Lässt sich von Major-Enttäuschungen und Musiker-Groll nicht unterkriegen, zieht stattdessen sein Ding konsequent durch. Nach Pop-Punk mit dem Trio Strange und Single-Spielereien mit Liquido-Sängerin Stefanie Nerpel konzentriert sich Pleil auf sein eigenes Können, unabhängig von ausbremsenden Rahmenbedingungen: Cloudberry. Angelehnt an ein unveröffentlichtes Demo von The Cure, steht der Name für einen 80er Jahre Mix aus Noise-Pop und Brit-Rock. Präsentiert das Debüt "Elijah" noch einen starken Hang zu Singer / Songwriter-Strukturen, perfektioniert am heimischen Rechner, bewegt sich der Nachfolger "Destroyer" wesentlich stärker in Richtung Bandgefüge. So versteckt sich der melancholische Aspekt wohl bedacht hinter sperrigen als auch melodischen Gitarrenparts, wodurch die Platte glücklicherweise von leidigem Emo-Rock abgrenzt werden kann. Einige der insgesamt 16 Songs, jeweils kaum länger als zwei Minuten, erinnern gar an Bands wie The Smiths oder Pixies; aber auch Joy Division und New Order flimmern durch. Mit "Destroyer" als Pleils retrospektive Musiksozialisation ist eine durchaus attraktive Kollektion gelungen. Nur der Hidden Track, der wirkt leider reichlich deplaziert.


-Annette Kessen-




 
 
 

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