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Tonträger-Review
 
Chris Whitley - Soft Dangerous Shores

Chris Whitley - Soft Dangerous Shores
Cooking Vinyl/Indigo
Format: CD

Schon klar, dass ein alter Quertreiber wie Chris Whitley es nicht bei weichen Ufern belassen konnte: Die müssen natürlich auch gleichzeitig gefährlich sein. So, in etwa, wie seine Musik, in der sich selbst unter fließenden Klangflächen immer gerne auch spitze Gitarrenriffe verbergen - in jederlei Hinsicht. Fließende Klangflächen gibt es dieses Mal mehr als üblich: Whitely war der Faszination des Ambient-Sounds ja immer schon erlegen - hatte diese meist jedoch auf seine Soundtrack-Arbeiten verbannt. Dieses Mal sind sie - zusammen mit der immer leiser werdenden Flüsterstimme - zentrales Mittel zum Zweck. Dem entgegengesetzt verwendet er auf der anderen Seite ausgerechnet Drum'n'Bass-Elemente, um seine Musik voranzutreiben. Und darum geht es ihm ja augenscheinlich. Den Blues, mit dem letztlich alles begann, muss man auf dieser Scheibe schon suchen. Und das, obwohl die ausdrücklich von Liebe und Tod handelt - wie ja Kunst im Allgemeinen. Im Speziellen auch der Surrealismus, auf den Whitley seine neue Scheibe zurückführt. (Angeregt durch die Schriften André Brétons.) Dass die Scheibe dennoch kein bloßer Klangmatsch geworden ist - ebensowenig wie ein Manifest des Gitarrenvirtuosen Whitley übrigens -, zeichnet ihn aus. Im Idealfall kommt so etwas dabei heraus, wie psychedelischer Soul - schwer zu beschreiben aber effektiv. Chris Whitley ist zweifelsohne kein bequemer Musiker, aber einer, der für den Fortschritt seiner Musik kämpft. Und das hört man jeder seiner Scheiben an - so auch dieser.


-Ullrich Maurer-




 
 
 

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